Am 6. März 2026 wurde ein bedeutender Kooperationsvertrag zwischen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Stadt Wetzlar unterzeichnet. Dieser Schritt wurde im feierlichen Rahmen des Senatsaal der JLU vollzogen, unter der Aufsicht der Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz und dem Oberbürgermeister Manfred Wagner. Ziel der Kooperation ist die Entwicklung einer Exponat-basierten Ausstellung für das bald eröffnende Science Center EXPLORIKUS in Wetzlar. Laut der Uni Gießen wird EXPLORIKUS ein Ort für Kinder und Jugendliche sein, an dem naturwissenschaftliche Themen auf spielerische Weise vermittelt werden.

Die Eröffnung des Science Centers ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant. Die JLU wird bei der wissenschaftlichen und didaktischen Konzeption der Exponate eine führende Rolle spielen. Für die Umsetzung der Ausstellung stellt die Science Center Wetzlar gGmbH der JLU beachtliche 378.000 Euro zur Verfügung. Unterstützende Firmen, darunter die Carl ZEISS AG und Bosch Thermotechnik GmbH, zeigen das starke Netzwerk, das hinter diesem Projekt steht. Die Kooperationspartnerschaft zwischen der JLU und der Stadt Wetzlar besteht bereits seit Mai 2024, und der Name EXPLORIKUS wurde im September 2025 enthüllt.

Spielerisches Lernen mit Avatar

Besucher werden die Möglichkeit haben, mit individuellen Superhelden-Avataren durch verschiedene Level zu reisen, um MINT-Themen zu erkunden. Die Ausstellung wird klassischen Exponaten Platz bieten, die praktische Erfahrungen in den Bereichen Optik, Mechanik, Robotik, Materie und Energie ermöglichen. Prof. Dr. Peter J. Klar und Prof. Dr. Claudia von Aufschnaiter von der JLU führen die Fachkonzeption und -didaktik an diesem Projekt. EXPLORIKUS soll sich als ein zentraler Knotenpunkt für MINT-Aktivitäten in der Region etablieren, um das Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu fördern – Themen, die laut dem Bildung Forschung Digital von maßgeblicher Bedeutung in Anbetracht globaler Herausforderungen wie der Energiewende und der digitalen Transformation sind.

Grenzüberschreitende MINT-Initiativen

Ein weiteres spannendes MINT-Projekt ist das „MINT Learning Center“, an dem die Universität Passau beteiligt ist. Ziel dieses grenzübergreifenden Projekts ist es, Schülerinnen und Schüler in der Region Oberösterreich-Salzburg-Niederbayern spielerisch an die praktische Anwendung von MINT-Fähigkeiten heranzuführen. In Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz und anderen Partnern werden Workshops angeboten, die nicht nur inspirieren, sondern auch zur Motivation für ein naturwissenschaftliches Studium beitragen sollen. Laut Dr. Erich Fuchs vom Institut FORWISS soll die Begeisterung für Naturwissenschaften durch solche Angebote geweckt werden.

Egal ob durch klassische Exponate im Science Center oder die innovative Gestaltung von Workshops in Schulen, das Bestreben, MINT-Kompetenzen zu fördern, zeigt sich in vielen Facetten. Solche Initiativen sind essenziell, um gesellschaftliche Teilhabe, Bildungserfolg und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu sichern. Die MINT-Cluster, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ins Leben gerufen wurden, kombinieren Akteure aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft, um flächendeckend niedrigschwellige Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen.

Mit Projekten wie EXPLORIKUS oder dem MINT Learning Center wird deutlich, dass ein gutes Händchen in der Förderung von MINT-Fächern in der heutigen Zeit entscheidend ist. Durch vielfältige Ansätze, ob lokal oder international, wird die nächste Generation auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.