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Walter Gropius, der visionäre Gründer des Bauhauses, prägte das Bild der modernen Architektur mit seinen leidenschaftlichen Überzeugungen. Er sah Eisen, Beton und Glas als die neuen industriellen Baustoffe, die die traditionellen Naturmaterialien überholen würden. Diese Erkenntnisse spannen einen Bogen zur aktuellen, auf das Bauhaus ausgerichteten Ausstellung, die von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg organisiert wird. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Bauhauses in Dessau werden dort Leihgaben präsentiert, die den Werdegang vom Mineral zum hochmodernen Bauwerk eindrucksvoll dokumentieren. Die TU Freiberg ist besonders stolz darauf, einzigartige Exponate ihrer geowissenschaftlichen Sammlungen zur Schau zu stellen.

Unter den Leihgaben finden sich bemerkenswerte Objekte, darunter ein historisches Sprengstück einer Granate aus dem Ersten Weltkrieg, das die dunkle Seite industriell gefertigter Materialien beleuchtet. Auch ein Lehrkasten aus den 1950er Jahren, der den Herstellungsprozess von Aluminium erklärt, ist enthalten. Zwei Objekte aus dem Modellbestand – ein Hochspannungsmast und mehrere Raumzellen – illustrieren den Grundgedanken des Bauhauses, das während und nach dem Zweiten Weltkrieg industrielles und ressourcensparendes Bauen propagierte.

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Die Sammlung des Bauhauses

Doch nicht nur in Freiberg wird die Bauhaus-Tradition am Leben gehalten. Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin beheimatet die weltweit größte Sammlung zum Bauhaus. Diese Sammlung umfasst eine Vielzahl von Kunstwerken, Objekten, Dokumenten und Medien, die das Wirken und Leben der Bauhaus-Lehrenden und Studierenden dokumentieren. Zu den Gattungen zählen Fotografien, Möbel, Textilien, Gemälde und viele weitere Formate. Besonders hervorzuheben sind die Materialien, die auch bis zur Vorgeschichte der künstlerischen Reformbewegung reichen und Strömungen sowie Kunstschulen beleuchten, die an das Bauhaus anknüpfen.

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Die Vielfalt der gesammelten Materialien spiegelt das Streben des Bauhauses wider, Kunst und Handwerk zu vereinen. Dies geschah im Rahmen einer Bewegung, die von Walter Gropius selbst initiiert wurde, als er das Bauhaus 1919 in Weimar gründete. Das Bauhaus entschloss sich, Kunst und Handwerk zu vereinen und stellte sich als ein Ort dar, der für „jede unbescholtene Person“ offen war. Es entwickelte sich schnell zu einem Zentrum der Avantgarde der Klassischen Moderne in Architektur, Kunst und Design. Wikipedia beschreibt es als eine der ersten öffentlichen Kunstschulen, die Frauen aufnahm, was zur Gleichberechtigung maßgeblich beitrug.

Mit dem Umzug nach Dessau im Jahr 1925 und der Einweihung des ikonischen Bauhausgebäudes erlangte die Schule internationale Anerkennung. Bauhaus-Mitglieder, die während der schwierigen politischen Zeiten emigrierten, trugen zur weltweiten Verbreitung der Bauhaus-Ideen und -Ästhetik bei. Ihr Einfluss ist bis heute spürbar und zeigt sich beispielsweise in der Architektur der „Weißen Stadt“ in Tel Aviv, die mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.