Am 18. März 2026 wurde Professorin Barbara Vetter von der Freien Universität Berlin mit dem renommierten Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet, einem der wichtigsten Forschungsförderpreise in Deutschland. Mit einem Preisgeld von 2,5 Millionen Euro ehrt die DFG herausragende Leistungen in der Forschung, und Vetter wurde für ihre einzigartigen Beiträge zur Theorie der Modalität gewürdigt, insbesondere für ihre Überlegungen, wie sich Möglichkeiten denken lassen. Damit hat sie in der philosophischen Denkweise neue Impulse gesetzt, die weit über die herkömmlichen Vorstellungen hinausgehen. FU Berlin berichtet, dass Vetter tiefgreifende Kritik am Modell der Pluralität möglicher Welten geübt hat und das Konzept der Potenzialität weiterentwickelt hat.
Ihre Forschung geht über abstrakte Theorien hinaus und befasst sich konkret mit der Unterscheidung von Fähigkeiten und anderen Möglichkeiten sowie der Beziehung zwischen kognitiven und praktischen Fähigkeiten. Vetter, die seit 2017 an der Freien Universität Berlin lehrt, bringt wertvolle Erfahrungen aus ihrer Zeit an mehreren Universitäten mit, darunter die Universität Duisburg-Essen und die Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Promotion, die sie 2010 mit dem Titel „Potentiality and Possibility“ abschloss, bildet das Fundament ihrer laufenden akademischen Arbeiten.
Einblicke in die geförderte Forschung
Der Leibniz-Preis 2026 wurde nicht nur an Vetter verliehen. In einem Auswahlprozess aus 144 Vorschlägen wurden insgesamt zehn ausgezeichnete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler prämiert. Tagesschau berichtet, dass unter den Preisträgern auch Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie ist, der sich unter anderem mit uralter DNA und der Entdeckung neuer Menschenarten beschäftigt. Diese interdisziplinäre Auszeichnung hebt die Vielfalt der Forschungsfelder hervor, vom Bereich der Kognitionswissenschaften bis zur Strukturbiologie.
Zu den weiteren Preisträgern gehören Wissenschaftler wie Klaus Blaum, der auf dem Gebiet der experimentellen Physik forscht, und Julia Mahamid, deren innovative Ansätze zur Untersuchung molekularer Maschinen in Zellen erhebliche Fortschritte versprechen. Der Leibniz-Preis fördert auf diese Weise sowohl Grundlagenforschung als auch angewandte Wissenschaft in einem breiten Spektrum.
Öffentliche Vorträge und mehr
Barbara Vetter wird am 15. April 2026 im Rahmen des öffentlichen Jahresempfangs der Freien Universität Berlin eine Leibniz Lecture mit dem Titel „Möglichkeiten denken“ halten. Dies bietet eine hervorragende Gelegenheit für Interessierte, sich aus erster Hand mit ihren Ideen und Forschungsergebnissen vertraut zu machen.
Die Auszeichnung von Vetter ist nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein Zeichen für die Bedeutung der Freien Universität Berlin in der wissenschaftlichen Landschaft Deutschlands. Mit mehreren Leibniz-Preisträgern in ihren Reihen, darunter Anita Traninger und Beatrice Gründler, beweist die Institution ein außergewöhnliches Engagement für exzellente Forschung.