In wenigen Tagen wird Frankfurt zum Zentrum der Altertumswissenschaften, wenn der Deutsche Altphilologenverband seinen Bundeskongress vom 7. bis 11. April 2026 ausrichtet. Dies ist die größte Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer von Latein und Griechisch im deutschsprachigen Raum, bei der mehr als 500 Teilnehmende erwartet werden. Geleitet von Prof. Hans Bernsdorff, der die zentrale Rolle der Altertumswissenschaften an der Goethe-Universität betont, findet der Kongress unter der Schirmherrschaft des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein statt. Veranstaltungsort ist das Lessing-Gymnasium, das großzügig seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.
Das Hauptthema des Kongresses lautet: „Aus der Antike lernen für die Demokratie von heute und morgen – exempla et errore“. Dies ist nicht nur eine Einladung zur Reflexion über die Vergangenheit, sondern auch ein Anstoß, Lehren für die gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu ziehen. Fachwissenschaftler werden Vorträge halten, die die neuesten Neufunde in der Gräzistik präsentieren. Besonders erwähnenswert sind die Beiträge von Prof. Oliver Primavesi, der über Empedokles spricht, und Prof. Christian Marek, der eine Schmähinschrift des Anakreon vorstellen wird.
Ein Abend der Ehrungen
Ein Highlight des Kongresses ist die feierliche Eröffnung am Dienstag, den 7. April 2026, ab 18 Uhr, bei der auch der 14. Humanismuspreis des Deutschen Altphilologenverbandes verliehen wird. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an die renommierte Wissenschaftlerin Prof. Mary Beard, die für ihre Verdienste um die Geisteswissenschaften geehrt wird. Die Laudatio wird von Prof. Llewellyn Morgan vom Brasenose College, Oxford, gehalten. Seit 1998 würdigt der Preis Persönlichkeiten, die sich um die Verknüpfung von Bildung und aktivem Engagement für das Gemeinwohl verdient gemacht haben.
Besonders neu ist die Regelung, dass das Preisgeld an eine vom Preisträger benannte gemeinnützige Organisation gespendet wird. So wurde im Jahr 2024 die Spende an eine Unterkunft für schutzsuchende Menschen in der Naunynstraße in Berlin/Kreuzberg geleistet. Diese Verbindung von sozialem Engagement und Bildung spiegelt den Grundgedanken des Humanismuspreises wieder.
Ein abwechslungsreiches Programm
Abgerundet wird das Programm durch Exkursionen zu bedeutenden Stätten wie dem Städel Museum, dem Liebieghaus und der Saalburg. Diese Exkursionen bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, das Gelernte in einem praktischen Kontext zu erleben und die kulturellen Schätze der Region besser kennenzulernen.
Die Veranstalter laden Medienvertreter zur Berichterstattung über diese wichtige Bildungs- und Kultureinheit ein, die nicht nur Lehrkräfte zusammenbringt, sondern auch den Austausch über die Herausforderungen und Chancen der Altertumswissenschaften fördert. Es bleibt spannend, welche Einsichten und Erkenntnisse aus diesem bemerkenswerten Kongress hervorgehen werden.
Für weitere Informationen und Details zu den Veranstaltungen können Interessierte die offiziellen Webseiten des Kongresses besuchen: Puk.uni-frankfurt.de und bundeskongress.altphilologenverband.de.



