Am 1. April 2026 gab die Goethe-Universität Frankfurt die Preisträger des Klaus Heyne-Preises zur Erforschung der Deutschen Romantik bekannt. In diesem Jahr werden gleich zwei herausragende Wissenschaftler ausgezeichnet: Dr. Kirill Chepurin und Dr. Elisabeth Ansel.[Puk] Dieser Preis würdigt innovative Forschung in der deutschen Romantik und wurde 2026 zum dritten Mal verliehen, nachdem er 2021 und 2023 an verschiedene Forscher vergeben wurde.
Dr. Kirill Chepurin wird für seine Monografie mit dem Titel „Bliss against the World: Schelling, Theodicy, and the Crisis of Modernity“ ausgezeichnet, die 2024 bei Oxford University Press veröffentlicht wurde. In dieser Arbeit beleuchtet er das Konzept „Seligkeit“ im Denken von Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und dessen tiefgehende Relevanz für die Romantik.[AlphaGalileo] Die Jury hebt hervor, dass Chepurins Ansatz die traditionelle Periodisierung in der Schelling-Forschung in Frage stellt und neue Perspektiven eröffnet.
Die Preisträger im Detail
Besonders spannend ist, dass Chepurins Monografie auf seiner Dissertation basiert, die er 2022 an der Humboldt-Universität zu Berlin verteidigte. Sein Argument, dass „Seligkeit“ ein zentrales Konzept in Schellings Denken darstellt und die Herausforderungen der Moderne widerspiegelt, findet großes Gehör.[Puk] Außerdem plant er, 2027 eine internationale Tagung an der Goethe-Universität zu organisieren, die durch den Preis unterstützt wird.
Auf der anderen Seite steht Dr. Elisabeth Ansel, die für ihren Aufsatz „Ossianic images and visual translation processes in J.M.W. Turner and Carl Gustav Carus“ ausgezeichnet wird, der 2025 bei Manchester University Press veröffentlicht wurde. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der bildnerischen Auseinandersetzung des Ossian-Mythos und analysiert, wie Turner und Carus diesen in ihren Werken umsetzen.[AlphaGalileo] Ansel verfolgt einen transnationalen Ansatz, um die kulturellen Übersetzungsprozesse des Ossian-Materials in der Kunst der Romantik zu beleuchten.
Preisverleihung und Auszeichnungen
Der Klaus Heyne-Preis besitzt einen Gesamtwert von 15.000 Euro. Dieser wird in zwei Kategorien vergeben: 4.000 Euro für die Gewinner der Monografie-Kategorie und 1.000 Euro für den Aufsatz oder Essay. Die Preisverleihung findet am 22. Juni 2026 im Rahmen eines Festakts an der Goethe-Universität statt und verspricht, ein Highlight im akademischen Kalender zu werden.[Puk] Diese Würdigung zeigt einmal mehr, wie lebendig und vielfältig die Forschung zur Deutschen Romantik ist und welche neuen Einsichten aus ihr hervorgehen können.