Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat große Pläne für die kommenden Jahre. Mit der neuen Roadmap „GUTENBERG innovate“ setzt die Universität ein klares Zeichen für eine systematische Weiterentwicklung und Stärkung ihrer Innovationskraft. Die Strategie erstreckt sich über die Jahre 2026 bis 2028 und umfasst ein Maßnahmenpaket, das speziell auf die Förderung von Innovation in Lehre und Forschung abzielt, basierend auf der Transferstrategie der JGU. Jeder Bereich der Universität soll von diesen Innovationen profitieren, und die Universität ist fest entschlossen, den berühmten Erfinder Johannes Gutenberg in ihrer Mission zu ehren und weiterzuführen.
Dr. Michael Fuchs, der als Projektkoordinator agiert, hebt hervor, wie wichtig es ist, Wissenschaft und Forschung in der praktischen Anwendung von Wissen zu unterstützen. Dies geschieht unter anderem durch die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie dem Life Science Zentrum Mainz GmbH und weiteren Einrichtungen auf dem Gutenberg-Campus. "Wir wollen die bestehenden Formate bündeln und neue Ideen entwickeln, um Innovatoren gezielt zu unterstützen", so Fuchs. Das Bündeln von Kräften wird auch durch die strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) und Kooperationen mit der Startup Factory FUTURY unterstrichen.
Innovatives Denken fördern
An der JGU erkennen führende Köpfe wie Prof. Dr. Stefan Müller-Stach und Prof. Dr. Stephan Jolie die Notwendigkeit, Strukturen und Investitionen zu schaffen, um Ideen nachhaltig umzusetzen. Jolie betont zudem, dass der Gedanke an Innovation bereits im Studium gefördert werden sollte. Die Studierenden sollen für unternehmerisches Handeln sensibilisiert werden, um zukünftige Innovationspotenziale zu wecken. Dieses frühzeitige Engagement spiegelt die Erkenntnisse von Akteuren wie Stefanie Molthagen-Schnöring von der HTW Berlin wider, die auf die Integration verschiedener Perspektiven für einen erfolgreichen Wissenstransfer hinweist.
Doch die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Wie Molthagen-Schnöring erklärt, ist die Verstetigung von Transferprojekten entscheidend, jedoch oft schwierig zu erreichen, da viele dieser Projekte mit befristeten Verträgen arbeiten. Ein zentrales Anliegen ist es, verlässliche personelle Strukturen aufzubauen, um ein effektives Wissensmanagement und eine kontinuierliche Unterstützung zu gewährleisten.
Der Weg zur Innovation
Angesichts dieser Herausforderungen könnte ein Umdenken in der Erfolgsmessung von Transferaktivitäten notwendig sein. Axel Koch, Vorsitzender der TransferAllianz, plädiert dafür, den Erfolg qualitativ zu messen, anstatt sich nur auf Zahlen zu stützen. Um die Ergebnisse solcher qualitativen Studien zu verbreiten, sollten mehr Journale und Medien geschaffen werden, was letztlich alle Beteiligten unterstützen würde.
Die JGU zeigt sich mit „GUTENBERG innovate“ bestens gerüstet, um die anstehenden Aufgaben zu meistern und Innovationsgeister zu wecken. Mit einer klaren Strategie und vielversprechenden Kooperationen ist die Zukunft der Universität voller Möglichkeiten, und der Startschuss ist bereits gefallen. Presse Universität Mainz und Stifterverband berichten weiterhin über die Entwicklungen in dieser spannenden Phase.



