Am 24. Februar 2026 wurde Lisa Marie Zander, Absolventin der HafenCity Universität (HCU), mit dem renommierten Rompreis der deutschen Bundesregierung ausgezeichnet. Ihr Kollektiv PlanBude, welches sich intensiv mit städtischen Planungsfragen auseinandersetzt, erhielt die Ehrung für einen zehnmonatigen Aufenthalt in der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom.
Der Rompreis, der von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird, eröffnet den Stipendiaten nicht nur die Möglichkeit, in einem inspirierenden Umfeld zu arbeiten, sondern auch den Zugang zu den kreativen Ressourcen der deutschen und italienischen Kulturszene. Zanders Aufenthalt beginnt im September 2026 und verspricht spannende Projekte und Entwicklungen.
Das Kollektiv PlanBude und aktuelle Projekte
PlanBude, das von Zander zusammen mit Dr. Renée Tribble, Margit Czenki und Christoph Schäfer gegründet wurde, ist bekannt für innovative Ansätze in der Architektur. Zander hat sich seit Beginn ihres Studiums an der HCU im Oktober 2013 engagiert. Nach ihrem Bachelorabschluss im Oktober 2016 und einem Master of Fine Arts im Design im Jahr 2020 hat sie bereits zahlreiche Lehraufträge übernommen und Seminare an der HCU geleitet.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Kollektiv durch ihre Initiativen zur Neuplanung der Esso Häuser in St. Pauli sowie aktuellen Projekten wie der Erweiterung von Park Fiction in St. Pauli und dem Vorhaben „Ein Zimmer für dich“ in Berlin. Ihre Forschungsziele während des Aufenthalts in Rom beinhalten das Aufarbeiten von PlanBude-Prozessen und die Veröffentlichung ihrer Erkenntnisse über die Ästhetik des Partizipativen in der Architektur.
Die Vielfalt der Preisträger:innen
Neben Zander und ihrem Kollektiv wurden auch sieben Einzelpreisträger:innen aus unterschiedlichen Disziplinen ausgezeichnet. In der Sparte Architektur sind neben Zander auch Elena Schütz, Ayşin İpekçi und Anh-Linh Ngo erwähnt worden. Weitere Auszeichnungen gingen an Künstler:innen aus den Bereichen bildende Kunst, Literatur und Musik, unter denen Olaf Grawert, Thea Djordjadze, Thomas Florschuetz, Antje Rávik Strubel und Abbas Khider, sowie Musiker Moritz von Oswald und Dr. Philip Venables hervorzuheben sind.
Die Villa Massimo bietet als Förderstätte seit 1957 Künstler:innen die Möglichkeit, in Rom zu leben und zu arbeiten. Die Stipendien sind mit einer Gesamtdotierung von 1.340.000 EUR verbunden und beinhalten nicht nur ein monatliches Stipendium von 2.500 EUR, sondern auch eine umfassende Unterstützung durch Unterkunft und Atelierräume.
Ob in Rom oder an anderen Orten, Lisa Marie Zander ermutigt sowohl Studierende als auch junge Architekt:innen, sich gut umsichtig mit Partner:innen zusammenzutun, um den Herausforderungen im beruflichen Alltag gewachsen zu sein. Der Rompreis bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit, solche Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln und mit dem kreativen Austausch in einem internationalen Umfeld neue Impulse zu gewinnen.
Die Vergabe und die Auswahl der Preisträger:innen erfolgt durch eine sorgfältig zusammengestellte Jury, die aus Mitgliedern der Kunstszene besteht und dafür sorgt, dass junge Künstler:innen in den Genuss dieser einmaligen Möglichkeiten kommen. Der Rompreis ist somit nicht nur ein Stipendium, sondern auch ein wichtiger Baustein für die Förderung und Vernetzung des kreativen Schaffens auf internationaler Ebene.
Für weitere Informationen über den Rompreis und die Preisträger:innen kann man die Berichte auf HafenCity Universität und Villa Massimo nachlesen sowie weitere Details über die Struktur und Förderung auf Kulturpreise.de erkunden.