Die Vorbereitungen zur Hannover Messe 2026 laufen auf Hochtouren. Vom 20. bis 24. April werden auf dem Messegelände in Hannover über 4.000 internationale Unternehmen aus verschiedenen Industriebereichen erwartet, darunter Maschinenbau, Elektro- und Digitalindustrie sowie Energiewirtschaft. Das Leitthema dieser bedeutenden Messe lautet „Industrial Transformation“, welches die zunehmende Digitalisierung und innovative Technologien in der Industrie betont. Man rechnet mit etwa 130.000 Fachbesuchern, die die neuesten Entwicklungen und Produkte kennenlernen möchten.
Ein Highlight am Stand der Universität Stuttgart wird das biorobotische Assistenzsystem sein, das für die Schadensbewertung in der Industrie entwickelt wurde. Neben diesem beeindruckenden Projekt zeigt die Universität auch den interaktiven Demonstrator einer offshore Power-to-X-Plattform. Diese Versuchsplattform, die in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Technischen Universität Berlin entstanden ist, hat ein Maß von 60 x 15 Metern und wurde mit Blick auf den Einsatz unter extremen Wetterbedingungen konzipiert.
Innovationen im Fokus
Die Plattform hat das Ziel, nachhaltiges Kerosin und Diesel auf hoher See zu produzieren, beginnend mit der Erzeugung von grünem Wasserstoff. Ausgestattet mit einer Direct-Air-Capture-Anlage für CO2-Gewinnung und einer Meerwasserentsalzungsanlage, demonstriert sie, wie erneuerbare Energien zukunftsfähig genutzt werden können. Ab Juli 2025 soll die Plattform im Hafen von Bremerhaven und später vor Helgoland getestet werden. Die Projektergebnisse werden bis Ende 2025 erwartet und könnten wegweisend für größere Produktionsplattformen in der Zukunft sein.
Zusätzlich zur Forschung wird das Startup Collectu auf der Messe vertreten sein und innovative KI-basierte Datenauswertungen für Unternehmen präsentieren. Dies zeigt, wie digitale Lösungen zunehmend Einzug in die industrielle Praxis halten.
Vielfältiges Programm
Zur Hannover Messe gehört ein umfangreiches Programm, das über 1.600 Referierende und mehr als 14.000 präsentierte Produkte umfasst. Auch die Themen Künstliche Intelligenz, Smart Manufacturing und die Entwicklung digitaler Ökosysteme werden beleuchtet. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem „Application Park“, wo praktische Demonstrationen moderner Technologien stattfinden.
Ein weiterer spannender Teil der Messe ist der Karrierekongress FEMWORX, der am 23. und 24. April für Frauen in der Industrie organisiert wird. Die Veranstaltung fokussiert auf Themen wie Leadership, Entrepreneurship und neue Arbeitsmodelle, und wird mit den Woman Engineer Awards Frauen in MINT-Berufen auszeichnen.
Prof. Peter Middendorf, Rektor der Universität Stuttgart, hebt die Bedeutung von Forschungs- und Innovationsökosystemen hervor und sieht die Messe als eine Plattform für Kooperationen, Technologietransfer und Nachwuchsgewinnung. Die Hannover Messe bietet somit nicht nur einen Blick in die Zukunft der Industrie, sondern fördert auch den Austausch und die Vernetzung auf vielen Ebenen.