Die Universität Potsdam intensiviert ihre Zusammenarbeit mit Brasilien und baut damit den Austausch in Wissenschaft und Forschung aus. Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D., empfing kürzlich den brasilianischen Botschafter S.E. Rodrigo de Lima Baena Soares, der über die bevorstehende Veranstaltung „Amazon Week“ informierte. Diese findet vom 1. bis 6. Juni 2026 in Berlin, Brüssel und Paris statt und fokussiert sich auf Bioökonomie und Klimaanpassung, wie uni-tuebingen.de berichtet.
Forschung mit Perspektive
Die Amazon Week wird ein aktives Forum zur Umsetzung von Partnerschaften, marktbasierte Lösungen und Investitionen in nachhaltige Entwicklung bieten. Diese vierte Ausgabe der Veranstaltung zielt darauf ab, europäische Partner in die Umsetzung von Klima- und Biodiversitätsverpflichtungen zu integrieren und praktische Initiativen zu fördern. Dabei steht die Unterstützung der Roadmap zur Bekämpfung der Abholzung, eine brasilianische Initiative von der UNFCCC COP30 in Belém, im Mittelpunkt.
Das Echo auf den Besuch von Präsident Günther in Südamerika ist positiv und es wird erwartet, dass die Kooperation zwischen Deutschland und Brasilien weiter an Intensität gewinnt. Die Delegation besuchte Partnerinstitutionen wie die Universidad des São Paulo (USP) und die Universität Campinas (Unicamp), ebenso wie das Colégio Humboldt und das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in São Paulo. Die deutsche Wissenschaftsgemeinschaft sieht Brasilien als einen strategischen Partner und erkennt die Wichtigkeit einer stabilen internationalen Ordnung an.
Schwerpunkte der Amazon Week
Die Amazon Week legt die Schwerpunkte auf folgende Themen:
- Bioökonomie und nachhaltige Wertschöpfungsketten: Initiativen zur Förderung von Biodiversität und zur Einkommensgenerierung für lokale Gemeinschaften.
- Marktzugang und Handelsförderung: Verbesserung des Zugangs europäischer Märkte für Produkte und Dienstleistungen aus dem Amazonas.
- Finanzierung und Wissensaustausch: Dialog über Finanzierungsmechanismen und den Schutz der Menschenrechte.
Die Veranstaltung verspricht, politische Dialoge, Networking und Geschäftsanbahnung mit kulturellen Aktivitäten zu kombinieren. Die Botschaft ist klar: Deutschland und Brasilien setzen auf eine Zusammenarbeit, die sowohl die wissenschaftliche als auch die gesellschaftliche Ebene anspricht.
Angesichts des gestiegenen Interesses an weltweiten Kooperationsprojekten wird Brasilien weiterhin als Hauptakteur für die nachhaltige Entwicklung in Lateinamerika betrachtet. Forscher und Institutionen sind eingeladen, aktiv an der Gestaltung der Amazon Week und ihrer vielfältigen Aktivitäten teilzunehmen. Der Austausch und die Kooperation zwischen Deutschland und Brasilien sind nicht nur zukunftsorientiert, sondern auch ein Schlüssel zur Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels und der Biodiversität weltweit, so uni-potsdam.de.