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In der Hochschule Osnabrück wächst der Druck auf den Hilfsfonds für Studierende, der während der letzten Jahre vermehrt in Anspruch genommen wird. Malte Benjamins, Geschäftsführer des S.O.S.-Vereins und Leiter des International Office der Universität, beschreibt die besorgniserregende Situation: Von gerade einmal 18 Hilfsanfragen im Jahr 2022 sind die Zahlen bis 2025 auf etwa 36 gestiegen. Der Ministrationsbedarf nimmt also stetig zu, und auch internationale Studierende sind häufig auf Unterstützung angewiesen.

Die Notfälle, die beim S.O.S.-Verein gemeldet werden, sind unterschiedlichster Art. Ein Beispiel ist der Fall von Faizan, einem internationalen Studenten aus Pakistan, der wegen eines Jobverlusts während seines Umzugs von Berlin nach Osnabrück in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Faizan kam 2023 nach Deutschland, um hier einen Master in Business Management zu absolvieren. Er überlegte, sein Studium abzubrechen, fand jedoch Unterstützung durch den S.O.S.-Verein, was ihm half, einen Teilzeitjob zu finden und somit seine Situation zu stabilisieren.

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Hilfe für internationale Studierende

Der S.O.S.-Verein wurde 2009 mit dem Ziel gegründet, Studierenden in Notlagen zu helfen. In den letzten Jahren haben die Unterstützungen vor allem internationale Studierende betroffen, die oftmals kein familiäres Sicherheitsnetz haben. Prof. Dr. Andrea Lenschow, Vizepräsidentin der Universität Osnabrück, unterstreicht die Wichtigkeit des Sozialfonds, der einstimmig durch die Vereinsmitglieder fortgeführt werden soll, trotz der Unsicherheiten über die Finanzierung.

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Die Höhe der benötigten Unterstützung liegt häufig zwischen 500 und 600 Euro – Beträge, die oft ausreichen, um einen drohenden Studienabbruch abzuwenden. Hilferufe kommen vermehrt von Studierenden, die aufgrund von Krankheit, Jobverlust oder finanziellen Problemen ihrer Eltern in eine Notlage geraten sind. Es ist entscheidend, schnell zu handeln, um die Jugendlichen nicht vor die Wahl zu stellen, ihr Studium aufzugeben und wieder in ihre Heimat zurückzukehren.

Notwendigkeit und Entschlossenheit

Die jüngste Krisensitzung des S.O.S.-Vereins verdeutlichte, dass die Gelder zur Linderung von Notfällen nicht ausreichen. Dennoch zeigt die Gemeinschaft von Studierenden, Dozierenden und Unterstützern Entschlossenheit. Lioba Meyer, die ehemalige Bürgermeisterin von Osnabrück und Vorsitzende des Vereins, hat sich zum Ziel gesetzt, das Anliegen des S.O.S. in die Stadtgesellschaft zu tragen. Es gehe darum, ein Netzwerk zu bilden, das Studierenden in schwierigen Zeiten zur Seite steht.

Für weitere Informationen über die Arbeit des S.O.S.-Vereins und den Hilfsfonds können Interessierte die Website studentsos.de besuchen. Hier finden sich auch Möglichkeiten, wie man selbst aktiv helfen kann, um die Situation der Studierenden in Osnabrück zu verbessern.