Sidebar Werbung
Sidebar Werbung

Am 17. März 2026 hatte die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) die Ehre, eine Delegation der ukrainischen Botschaft zu empfangen. Unter den Besuchern waren Botschaftsrätin Nataliia Chernopashchenko und Gesandte Iryna Samchenko, die sich mit Viadrina-Präsident Prof. Dr. Eduard Mühle und weiteren Mitgliedern der Universität austauschten.

Das Arbeitstreffen drehte sich um die Vertiefung der akademischen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und der Viadrina. Besonders im Fokus standen die Förderung ukrainischer Studierender und die Etablierung transnationaler Bildungsformate. Ein zukunftsweisendes Konzept wurde ebenfalls diskutiert: Ein Zertifikatsprogramm, das ab dem Sommersemester 2026 die internationale Vernetzung der Ukrainestudien stärken soll.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Gemeinsame Initiativen und Programme

Ein weiteres Highlight der Gespräche war der Vorschlag eines „Fast Track“-Modells des Viadrina College. Dieses Modell könnte jungen Menschen außerhalb der Europäischen Union, wie beispielsweise ukrainischen Studierenden, den Zugang zur Viadrina innerhalb von nur drei Monaten ermöglichen. Damit sollen Hürden für die Einschreibung an deutschen Hochschulen abgebaut werden.

In-article Werbung
In-article Werbung

Die Initiativen der Viadrina kommen zu einem Zeitpunkt, in dem Ukrainestudien hoch im Kurs stehen. Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, hat die Europa-Universität gemeinsam mit Partnern aus Berlin neue Fördermittel eingeworben. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) stellt hierfür bis 2028 insgesamt 2,5 Millionen Euro für den „Kompetenzverbund Interdisziplinäre Ukrainestudien Frankfurt (Oder) – Berlin“ zur Verfügung. Auch die Universität Regensburg erhält die gleiche Summe.

Forschung und Vernetzung

Die Viadrina, die bereits 154 ukrainische Studierende zählt und Partnerschaften mit acht Hochschulen in der Ukraine pflegt, plant die Mittel des DAAD gezielt einzusetzen. Unter anderem soll ein Master-Studiengang in Ukrainestudien aufgebaut werden. Außerdem wird angestrebt, eine Graduiertenschule für internationale Promovierende einzurichten und Forschungsgruppen zu den Themen wie der europäischen Verortung der Ukraine sowie den gesellschaftlichen und rechtswissenschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs zu etablieren.

Insgesamt sollen von dieser Förderung fast 400 Personen profitieren – darunter 220 Forschende, 130 Studierende und 32 Lehrende. Die Gelder stehen ab April zur Verfügung, und es werden bereits erste Stellen ausgeschrieben. Ziel ist es, die strukturelle Verankerung der Ukrainestudien über diese Initiative hinaus langfristig zu sichern.

Die Gespräche zwischen der Viadrina und der ukrainischen Botschaft zeigen, dass die akademische Zusammenarbeit weiter gestärkt werden soll. Es bleibt spannend, wie sich die Zusammenarbeit entwickeln wird und welche neuen Möglichkeiten für Studierende und Forschende daraus hervorgehen.

Für weitere Informationen zu den Themen der akademischen Partnerschaft und den Initiativen der Viadrina besuchen Sie die Artikel von Europa-Universität Viadrina sowie Tagesspiegel.