Bernd Greiner bietet am 17. März 2026 eine spannende Buchvorstellung und Lesung in Lübeck an. Sein neuestes Werk mit dem Titel „Weißglut – Die inneren Kriege der USA“ beleuchtet die vielschichtigen politischen und gesellschaftlichen Probleme der Vereinigten Staaten. Die Veranstaltung findet um 19 Uhr im Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL) auf der Königstraße 42 statt. Der Eintritt ist frei und die Buchhandlung maKULaTUR wird mit einem Büchertisch vor Ort sein.
In seinem Buch geht Greiner konkret auf die Ursprünge des MAGA-Movements ein und analysiert die dunklen Seiten der amerikanischen Politik, wie Lügen, Denunziation und den Hass auf Minderheiten. In einer packenden Erzählung spannt der Autor den Bogen über die letzten hundert Jahre, in denen sich innere Konflikte und Extremismus stetig weiterentwickelten. Nach der Lesung wird es eine Diskussion über die Auswirkungen von Intoleranz und Angst auf andere Demokratien geben, was die Relevanz des Themas unterstreicht.
Der Autor ist nicht nur akademisch versiert — als Gründungsdirektor des „Berliner Kollegs Kalter Krieg“ und als ehemaliger Dozent für außereuropäische Geschichte an der Universität Hamburg hat er sich intensiv mit der US-amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt. Seine Forschungsschwerpunkte, wie die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA sowie die Rolle des Militärs in der Zivilgesellschaft, fließen in die Analyse seines aktuellen Werkes ein.
Ein interessanter Aspekt, den Greiner möglicherweise anspricht, ist die altertümliche Geschichte der politischen Kämpfe in den USA, beispielsweise die „Industrial Workers of the World“ (IWW), die 1905 in Chicago gegründet wurde. Auch als „Wobblies“ bekannt, diente diese Gewerkschaft als Plattform für sozialistische und anarchistische Strömungen. Oft standen sie im Kreuzfeuer zwischen Polizei und rechten Bürgerwehren, was zu blutigen Auseinandersetzungen führte, wie beim Konflikt im Jahr 1916 in Everett, Washington, als das Wasser „purpurrot“ gefärbt wurde — eine eindringliche Erinnerung an die gewalttätige Vergangenheit dieser Kämpfe.
Während Greiners Buch sich auf historische Aspekte konzentriert, bleibt auch die Gegenwart nicht unberührt. Das Charleston church massacre im Jahr 2015, bei dem neun Mitglieder einer Methodistengemeinde ermordet wurden, spiegelt die persistente rassistische Gewalt wider. Der Täter, Dylann Roof, radikalisierte sich über das Internet und wollte einen „Rassenkrieg“ auslösen. Solche Vorfälle zeigen die Gefahr, die von extremistischen Ideologien und den modernen Strukturen der extremen Rechten ausgeht, die sich in den letzten Jahren diversifiziert und verstärkt hat.
Das Ensemble von Herausforderungen, mit denen die US-amerikanische Gesellschaft konfrontiert ist, führt Bernd Greiner in seinem Buch zusammen, um die Diskussion über Intoleranz und den Extremismus weiter anzuregen. Die Veranstaltung in Lübeck verspricht, ein aufschlussreicher Abend für alle Interessierten zu werden, die die Hintergründe und Zusammenhänge in der amerikanischen politischen Landschaft verstehen möchten.
Für mehr Informationen zur Veranstaltung und zu Bernd Greiners Buch, besuchen Sie bitte Uni Lübeck sowie Süddeutsche Zeitung und Bundeszentrale für politische Bildung.