Der Workshop „Next Generation Gender Studies“ findet vom 1. bis 3. Juli 2026 in Hannover statt. Veranstaltet von dem Essener Kolleg für Geschlechterforschung der Universität Duisburg-Essen, zielt dieses Event darauf ab, eine Handlungsagenda zur Stärkung und Verankerung der Geschlechterforschung zu entwickeln. Rund 30 Fachleute aus verschiedenen Disziplinen nehmen teil, um aktuelle Herausforderungen und Perspektiven in diesem dynamischen Forschungsfeld zu beleuchten. Die VolkswagenStiftung fördert die Initiative, die unter anderem auf politisch motivierte Angriffe auf die Legitimität der Gender Studies und auf unsichere Beschäftigungsverhältnisse für Early Career Forschende abzielt.

Die Teilnehmer setzen sich aus Forschenden, Hochschulleitungen, Wissenschaftsmanagement und Kommunikationsteams zusammen. Ein zentrales Ziel ist, Schutz- und Stärkungsmechanismen für junge Forschende zu entwickeln sowie Strategien zur Sichtbarkeit und Anerkennung der Geschlechterforschung zu formulieren. Im Fokus stehen auch die Priorisierung von Forschungsfragen und Vorschläge für inter- und transdisziplinäre Kooperationen. Durch das erarbeitete Positionspapier wird ein übernationaler Einfluss angestrebt, um die Rahmenbedingungen für Wissenschaftskarrieren in der Geschlechterforschung zu verbessern und bestehende Ungleichheiten abzubauen. Ansprechpartnerinnen für den Workshop sind Dr. Maren A. Jochimsen und ihr Team.

Das Netzwerk in der Geschlechterforschung

Die Geschlechterforschung ist nicht nur an der Universität Duisburg-Essen aktiv, sondern auch an anderen Hochschulen, wie etwa der Universität Potsdam. Hier sind die Gender Studies in verschiedenen Fakultäten verankert, wo Wissenschaftler*innen regelmäßig zu Themen wie Geschlecht, Ethnizität und sozialer Herkunft forschen. Zu den Angeboten zählen auch ein Zusatzzertifikat „Interdisziplinäre Geschlechterstudien“ sowie ein Preis für überdurchschnittliche Abschlussarbeiten im Bereich Gender und Differenz.

Das Netzwerk Interdisziplinäre Geschlechterstudien vernetzt Forschende, Lehrende, Studierende und Interessierte und organisiert regelmäßige Netzwerktreffen sowie gemeinsame Veranstaltungen. Ein Highlight stellt der jährliche Wissenschaftstag #4GenderStudies dar, an dem alle Interessierten, insbesondere Einsteiger*innen in genderrelevante Themen, zur Teilnahme eingeladen sind. Bei Interesse gibt es die Möglichkeit, sich in eine Mailing-Liste einzutragen, um über Veranstaltungen und Projekte informiert zu werden.

Vielfalt der Gender Studies

Die Bandbreite der Geschlechterforschung erstreckt sich über zahlreiche Themenbereiche wie Bildung, Migration, soziale Herkunft, sowie Kunst und Literatur. An vielen Hochschulen existieren spezialisierte Bachelor- und Masterstudiengänge in Gender Studies, und es sind zahlreiche Graduierten- und Promotionskollegs eingerichtet. Darüber hinaus unterstützen außeruniversitäre Einrichtungen und spezifische Netzwerke die wissenschaftliche und politische Kommunikation in der Geschlechterforschung.

Die Vernetzung ist von zentraler Bedeutung. Diese reicht von akademischen Projekten und Studiengängen in Deutschland sowie in der DACH-Region bis hin zu kooperierenden Instituten weltweit. Allein über die Datenbank „Gender Curricula“ des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW wird ein umfassender Überblick über die verfügbaren Studiengänge im Bereich Gender Studies ermöglicht, was zeigt, wie vielschichtig und dynamisch dieses Forschungsfeld ist.

Für weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten stehen die Universitäten und ihre Kolleg*innen jederzeit bereit, um die vielversprechende Entwicklung der Geschlechterforschung voranzutreiben und den Austausch innerhalb der Community zu fördern. Weitere Details zu den Aktivitäten der Geschlechterforschung sind auch auf den Webseiten von uni-due.de, uni-potsdam.de und gender.hu-berlin.de zu finden.