Brandenburg startet große Gesundheitsstudie: So geht's unseren Kindern!

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Am 29.09.2025 startet die dritte Befragungswelle der HBSC-Studie in Brandenburg zur Gesundheit von Heranwachsenden.

Am 29.09.2025 startet die dritte Befragungswelle der HBSC-Studie in Brandenburg zur Gesundheit von Heranwachsenden.
Am 29.09.2025 startet die dritte Befragungswelle der HBSC-Studie in Brandenburg zur Gesundheit von Heranwachsenden.

Brandenburg startet große Gesundheitsstudie: So geht's unseren Kindern!

Brandenburg beteiligt sich ab dem 1. Oktober 2025 an der dritten Befragungswelle der internationalen HBSC-Studie „Health Behaviour in School-aged Children“. Diese Studie zielt darauf ab, tiefere Einblicke in die subjektive und psychosoziale Gesundheit sowie das Gesundheitsverhalten von Heranwachsenden zu gewinnen. Themen wie Rauchen, Medienkonsum, Bewegung und die Einflüsse von Familie, Schule und Freundesgruppen stehen dabei im Fokus. Schulklassen der Jahrgangsstufen 5, 7 und 9 werden befragt, und die ersten Ergebnisse werden voraussichtlich Mitte 2027 vorliegen. Dies berichtet die BTU Cottbus-Senftenberg.

Bildungsminister Steffen Freiberg hebt die enge Verbindung zwischen Gesundheit und Bildung hervor. Die befragenden Schulen können individuelle Rückmeldungen in Form von „Schulgesundheitsprofilen“ erwarten. Gesundheitsministerin Britta Müller betont die Bedeutung verlässlicher Daten für politische Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Diese Studie wird zudem von der vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg unterstützt, um die Gesundheitsversorgung in der Region zu optimieren.

Erfahrungen aus Vorstudien

Brandenburg nahm bereits 2018 und 2022 an vorherigen HBSC-Erhebungswellen teil, bei denen über 3.000 Schüler befragt wurden. Die Ergebnisse aus 2022 zeigten unter anderem die Herausforderungen, denen Kinder und Jugendliche während der Pandemie ausgesetzt waren. Ziel der aktuellen Befragung ist es, Trends über fast ein Jahrzehnt zu analysieren, insbesondere in Bezug auf psychische Gesundheit und Substanzkonsum, wie die RKI mitteilt.

Die HBSC-Studie gilt als die weltweit größte Studie zur Kinder- und Jugendgesundheit, die von der WHO unterstützt wird. Sie liefert wichtige Daten, die in die Gesundheitsberichterstattung des Landes Brandenburg einfließen und auf die Bedürfnisse junger Menschen eingehen sollen. Prof. Dr. Ludwig Bilz von der BTU Cottbus-Senftenberg unterstreicht die essentielle Bedeutung der Datenerhebung für langfristige Entwicklungen im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit.

Einflüsse auf die Gesundheit junger Menschen

Die Rahmenbedingungen des Kindes- und Jugendalters, geprägt durch familiäre und soziale Strukturen sowie medizinische Versorgungsangebote, haben einen signifikanten Einfluss auf das Wohlbefinden, die körperliche und geistige Gesundheit sowie die Erkrankungsrisiken der Heranwachsenden. Mit fortschreitendem Alter wird das eigene Verhalten immer entscheidender für die Gesundheit. Der Zusammenhang zwischen Gesundheitsverhalten im Kindes- und Jugendalter und der Gesundheit im späteren Erwachsenenalter darf nicht unterschätzt werden, wie das RKI erläutert.