Die Übergabe des Innovationspreises an Prof. Dr. Christoph Skudlik fand im Rahmen der 24. Tagung DERM statt, einer der größten dermatologischen Fachtagungen in Deutschland, die rund 2.000 Teilnehmer zusammenbrachte. Die Veranstaltung bot ein ideales Forum, um die bedeutende Neufassung der „Bamberger Empfehlung“ zu würdigen, an der Prof. Skudlik maßgeblich beteiligt war, wie uni-osnabrueck.de berichtet.
Die „Bamberger Empfehlung“ legt zentrale Rahmenbedingungen für die Bewertung und Versorgung arbeitsbedingter Hauterkrankungen fest und wurde ursprünglich 2003 von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung veröffentlicht. Die überarbeitete Fassung, die 2025 in Kraft trat, enthält nun präzisere Kriterien, die eine vereinfachte Anerkennung solcher Erkrankungen als Berufskrankheit ermöglichen. Dies bedeutet, dass künftig mehr Betroffene Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung haben, die über die reguläre kassenärztliche Versorgung hinausgehen.
Bewertung von Hauterkrankungen
Bei der Neufassung der Empfehlung haben mehrere Experten, darunter neben Prof. Skudlik auch Prof. Dr. jur. Stephan Brandenburg und Dr. med. Arno Köllner, den Stand der dermatologischen und rechtlichen Perspektiven erläutert. Es wurden unter anderem Änderungen zur BK-Nr. 5101 thematisiert, die Hautkrebserkrankungen betreffen. Die Stellungnahmen der Sozialpartner, der Versicherungs- sowie Arbeitgebervertreter, und der Sozialgerichtsbarkeit waren in großem Maße zustimmend, was der Einflussnahme der neuen Regelung auf die Behandlung arbeitsbedingter Hauterkrankungen zusätzlichen Nachdruck verleiht, wie bg-kliniken.de ausführlich beschreibt.
Zusammenfassend bietet die aktualisierte Bamberger Empfehlung sowohl dermatologischen Gutachtern als auch Verwaltungen und Sozialgerichten eine wertvolle Handlungsempfehlung zur Gleichbehandlung von Menschen mit arbeitsbedingten Hauterkrankungen. Die Empfehlung spiegelt die aktuelle Rechtslage wider und stellt sicher, dass betroffene Individuen adäquat unterstützt und behandelt werden.
Prof. Dr. Christoph Skudlik, Chefarzt des Instituts für Interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation an der Universität Osnabrück sowie am BG Klinikum Hamburg, hat seit Ende 2025 die Stiftungsprofessur „Berufsdermatologie“ inne. Mit seiner Expertise und Engagement leistet er einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Versorgung von Patienten, die an Hauterkrankungen leiden, die aus ihrem Arbeitsumfeld resultieren. Die Auszeichnung mit dem Innovationspreis durch die Unna-Akademie e.V. ehrt nicht nur seinen persönlichen Einsatz, sondern unterstreicht auch die Wichtigkeit der dermatologischen Forschung in Deutschland.