Das STARTBÜRO Babelsberg eröffnete erneut zwei neue Teams aus der kreativen Film- und Medienlandschaft. Diese Initiative, die junge Gründer*innen beim Übergang von der Hochschule in die Praxis unterstützt, nimmt damit frischen Wind auf. Die neuen Mitglieder, SFERA STUDIO und Matadoras Film GmbH, setzen auf innovative Ansatzpunkte in ihren Projekten und profitieren von umfangreicher Unterstützung.

Die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF unterstützt Absolvent*innen, die sich für ein Stipendium bewerben können. Dieses beinhaltet für ein Jahr Coworking-Räume, Mentoring, Zugang zu Netzwerken sowie finanzielle Mittel. Die neuen Stipendiat*innen sind Marie-Luise Scharf, Jakob Schmidt und Johannes Schubert, die frische Ideen mitbringen und ihre Projekte mit Hilfe des STARTBÜROs realisieren wollen.

Neue kreative Impulse

SFERA STUDIO, bestehend aus Sylvia Rybak, Marco Winter und Ula Sowa Przybylska, verknüpft Film, Spiel und interaktive Kunst. Ein zentrales Projekt ist das Videospiel ALL EXIT NO VOICE, das sich thematisch mit der Problematik online-basierter Radikalisierungen auseinandersetzt. Dieses interaktive Konzept könnte insbesondere in der gegenwärtigen Medienlandschaft einen neuen Diskurs anstoßen.

Matadoras Film GmbH, gegründet von Sarah Valerie Radu, Nina Sophie Bayer-Seel, Markus Krojer und Sophia Mocorrea, plant den Spielfilm BRAUTRAUB, der in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern wie ZDF und dem Medienboard Berlin-Brandenburg entstehen wird. Der Dreh soll im September 2026 beginnen, und das Team hat sich auch dem Dokumentarfilm WAR AND PLASTIC SURGERY sowie dem hybriden Spielfilm VACA MUERTA verschrieben.

Unterstützung von der Branche

Das STARTBÜRO wird 2026 von einem Partnernetzwerk unterstützt, zu dem neben der Filmuniversität auch das Medienboard Berlin-Brandenburg und KW Development gehören. Diese enge Zusammenarbeit zeigt, wie wichtig die Förderung des Filmnachwuchses in Deutschland ist und die Rolle des STARTBÜROs als Plattform für kreative Ideen und Projekte.

Diese Entwicklungen kommen in einer Zeit, in der die deutsche Filmbranche vor Herausforderungen steht. Am 19. Dezember 2025 verabschiedete der Bundestag ein neues Filmförderungsgesetz, das eine Erleichterung für die Branche darstellen soll. Diese Reform zielt darauf ab, den Standort Deutschland für Filmproduktionen attraktiver zu machen und komplexe bürokratische Hürden abzubauen. Volker Schlöndorff und andere prominente Regisseure haben daher die Notwendigkeit solcher Änderungen betont, um das Überleben der Filmkultur in Deutschland zu sichern.

Die Stipendiat*innen des STARTBÜROs sind bestens dafür gerüstet, in dieser dynamischen Umgebung innovative Projekte zu entwickeln. Marie-Luise Scharf und Jakob Schmidt beispielsweise bringen fundierte Erfahrungen im Bereich Spielfilmproduktion mit, um neue dokumentarische Erzählformen zu erkunden. Johannes Schubert hingegen hat mit seiner Firma SCHUBERT FILM bereits erste Schritte in die Welt der internationalen Spielfilmprojekte unternommen.