Podcast enthüllt die Geheimnisse von Konrad Wolf – Ein Meister der Filme!
Anlässlich des 100. Geburtstags von Konrad Wolf erarbeiten Studierende der Filmuniversität einen Podcast über sein Leben und Werk.

Podcast enthüllt die Geheimnisse von Konrad Wolf – Ein Meister der Filme!
Am 12. August 2025 widmen sich Studierende der Filmuniversität dem Leben von Konrad Wolf, anlässlich seines 100. Geburtstags. Diese Multimediainitiative beleuchtet seine vielseitige Biografie und die Auswirkungen seiner Werke auf die deutsche Filmgeschichte. Die Studierenden durchforsteten Archive, sichteten Filme und sprachen mit Historikern sowie Zeitzeug*innen, um die verschiedenen Facetten von Wolfs Leben zu erfassen.
Der daraus entstandene Podcast „Wer war Konrad Wolf?” behandelt zahlreiche Aspekte, darunter die Flucht aus der Weimarer Republik, seine Zeit als Soldat der Roten Armee sowie seinen Werdegang als herausragender Regisseur der DEFA. Die Hosts Johanna Deventer und Fabien Meier liefern nicht nur historische Einblicke, sondern ziehen auch in Frage, ob Wolfs Filme in der heutigen Zeit noch relevant sind und ob er ein geeigneter Namenspatron für Institutionen ist.
Der Weg des Filmemachers
Konrad Wolf wurde am 20. Oktober 1925 in Hechingen geboren und verstarb am 7. März 1982 in Ost-Berlin. Er war ein bedeutender Regisseur und eine prägende Figur der Deutschen Film-Aktiengesellschaft (DEFA). Zu seinen bekanntesten Filmen zählen *STARS* (1959), *DIVIDED HEAVEN* (1964) und *I WAS NINETEEN* (1967). Wolfs Werk befasst sich mit Themen wie Identität, Obdachlosigkeit und dem Deutschen-Sowjetischen Verhältnis.
Nach seiner frühen Emigration nach Moskau im Jahr 1933 wurde er 1936 sowjetischer Staatsbürger. Während des Zweiten Weltkriegs meldete er sich im Jahr 1942 freiwillig zur Roten Armee. Für seine Dienste wurde er mit dem Orden der Roten Sterne und dem Orden des Vaterländischen Krieges 1. Klasse ausgezeichnet. Nach dem Krieg begann er eine Karriere bei der DEFA, wo er 1949 als Regieassistent eintrat und später Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) wurde.
Wolfs Einfluss und Vermächtnis
In seiner Karriere erhielt Wolf zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem die Goldmedaille beim Internationalen Filmfest Moskauer für den Film *PROFESSOR MAMLOCK* (1961) und den Internationalen Preis der Filmkritik für *SOLO SUNNY* (1980). Neben seiner Arbeit als Regisseur war er auch Präsident der Akademie der Künste in Ost-Berlin und setzte sich aktiv für kulturelle Belange und die filmische Adaption bedeutender literarischer Werke ein.
Sein letzter Film, *BUSCH SINGS* (1982), war eine Dokumentarreihe, die sich mit den Liedern von Ernst Busch beschäftigte. Wolf, bekannt für seine kritische Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Künstler und Staat, thematisierte in seinen Filmen Frieden, Gerechtigkeit und die Suche nach Glück in der Gesellschaft. Trotz seiner melancholischen Perspektive, die häufig als „aus der Zeit gefallen“ beschrieben wird, hinterließ er einen bleibenden Eindruck in der Filmwelt.
Der Podcast bietet nicht nur faszinierende Einblicke in Wolf’s Leben, sondern enthält auch Filmausschnitte und Archivmaterial der DEFA-Stiftung. Zeitzeug*innen wie Christa Wolf, seine Schwester und Autorin, sowie Werner Bergmann, beleuchten Wolfs Einfluss und die Herausforderungen seiner Zeit. Der Soundtrack des Podcasts wurde von Matias Santos, Jonas Schüsselin und Sophie Rothbarth erstellt, und das Sounddesign stammt von Hristiyan Bistrishki.
Die erste Episode ist kostefrei auf Spotify verfügbar, mit wöchentlichen Veröffentlichungen. Interessierte können zusätzliche Inhalte auf Instagram unter @durchdenwolfgedreht finden. Feedback und Anregungen sind auch willkommen unter konradwolfpodcast(at)gmail.com.