In der Neuen Aula am Campus Essen-Werden findet am 27. März ein spannendes Kinderkonzert statt, das von Studierenden der musikpädagogischen und musikwissenschaftlichen Studiengänge der Folkwang Universität konzipiert wurde. Unter der Leitung von Prof. Dorothea Baier, Eva Bolarinwa, Lesley Olson und Prof. Dr. Anne Steinbach erwartet die kleinen Besucher eine unterhaltsame Reise durch die Welt der Musik.
Für Kitagruppen und Grundschulklassen beginnt das erste Konzert um 11.00 Uhr, dieses ist bereits ausverkauft. Wer aber dennoch Glück hat, kann eventuell Restkarten vor Ort ergattern. Das zweite Konzert für Familien mit Kindern ab etwa fünf Jahren startet um 16.00 Uhr und hat die gleiche Dauer von etwa einer Stunde. Der Eintritt ist frei und die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Joachimschule sowie dem Übehaus Kray e. V. durchgeführt. Zudem erhält sie Unterstützung von der DEICHMANN-Stiftung.
Auf der Suche nach der Melodie
In diesem Jahr begleitet das Kinderkonzert die Geschichte von Singrid Sausl, die ihre verlorene Lieblingsmelodie sucht. Diese Melodie, die ihr bisher stets im Ohr blieb, scheint nun wie vom Erdboden verschluckt. Auf ihrer Suche erlebt Singrid eine Entdeckungsreise, während sie verschiedene Musiker und Instrumente auf der Bühne kennenlernt. Der Besuch des Konzerts wird für sie zur Chance, eine ganze Sinfonie zum ersten Mal zu hören und dabei herauszufinden, wo ihre Melodie sich verstecken könnte. Laut Folkwang Kammerorchester können Melodien an unerwarteten Orten eindringen, sei es in einem anderen Ohr, auf Papier oder gar innerhalb eines Orchesterklangs.
Der musikalische Zugang ist in der heutigen Zeit von großer Bedeutung. Bereits während der Schwangerschaft können Kinder Musik wahrnehmen, was ihnen ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt. Dieser frühzeitige Kontakt zur Musik ist keine Seltenheit. Kubi Online zeigt auf, dass Kinder sich musikalisch ausdrücken, lange bevor sie beginnen, verbal zu kommunizieren. Die Entwicklung musikalischer Qualitäten im Sprechen trägt zur Förderung der Kommunikation zwischen Eltern und Kind bei.
Musikalische Bildung als Teil der Entwicklung
Erfreulicherweise steigt mit dem Alter der Kinder auch die Teilnahme an musikbezogenen Angeboten. So sind es laut den neuesten Erhebungen bereits 26% der fünfjährigen Kinder, die an solchen Veranstaltungen mitwirken. Diese Entwicklung verdeutlicht die wachsende Wertschätzung für musikalische Bildung. Während Mädchen mit einer Teilnahmequote von 22% voran sind, sind es bei den Jungen 16%. Die Zusammenarbeit zwischen Musikschulen und Kindertageseinrichtungen wird durch zahlreiche Programme gefördert, was die Bedeutung der musikalischen Früherziehung unterstreicht.
In Deutschland gibt es derzeit rund 59.300 Tageseinrichtungen für Kinder, von denen etwa jede zwölfte mit einer öffentlichen Musikschule kooperiert. Ein echter Gewinn für die musikalische Entwicklung der Jüngsten. Abgerundet wird das Angebot durch Programme wie „Klingende Kita“ in Brandenburg und „Singen – Bewegen – Sprechen“ in Baden-Württemberg, die den Kindern die Welt der Musik spielerisch näherbringen.
Das Kinderkonzert am 27. März bietet eine wunderbare Gelegenheit, die Bedeutung der Musik in der frühen Kindheit zu feiern und gleichzeitig die Neugier der Kleinen zu wecken, ihre eigene Melodie zu entdecken. Ein Event, das zeigt: Musik verbindet und inspiriert!



