Die Bremischen Hochschulen setzen ihren Kurs in Richtung Nachhaltigkeit fort und gehen mit dem Verbundprojekt „Bremen Goes Sustainable“ (BreGoS) in die nächste Runde. Wie die Universität Bremen berichtet, wird das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt für zwei weitere Jahre gefördert. Die zweite Förderphase, bekannt als BreGoS², soll eine tragfähige Struktur schaffen, um mehr Nachhaltigkeit im Hochschulalltag zu integrieren.

Was genau steckt hinter diesen Bestrebungen? Die beteiligten Institutionen, die Hochschule Bremen, die Hochschule Bremerhaven und die Universität Bremen, haben sich zum Ziel gesetzt, langfristige Lösungen zu entwickeln, die den Hochschulbetrieb nachhaltiger gestalten und als Vorbild für andere Einrichtungen dienen können. Hierbei wurden in der ersten Projektphase bereits wichtige Ergebnisse erzielt. Einfache Maßnahmen, wie biodiversitätsfreundliche Campusflächen und die Visualisierung von Energieverbräuchen, zeigten Wirkung und konnten in der Praxis erprobt werden.

Fokus auf Integration und Zusammenarbeit

BreGoS² zielt darauf ab, Ansätze dauerhaft in die bestehenden Strukturen zu integrieren, mit Schwerpunkten auf „Biodiversität und Aufenthaltsqualität im Außenraum“ sowie „Nachhaltiger Laborbetrieb“. Dabei kommen Angehörige aller Statusgruppen – von Studierenden über Forschende bis hin zu Mitarbeitenden – in themenspezifischen Vernetzungsformaten, den sogenannten „Hubs“, zusammen. Diese Hubs fördern den Austausch von Erfahrungen, das Überwinden von Hemmnissen und die Entwicklung konkreter Maßnahmen, etwa zur energieeffizienten Steuerung der Laborlüftung. Für die jungen Talente bedeutet das, dass sie in interdisziplinären Teams an Lösungen für den Campus arbeiten. Die Ergebnisse werden nicht nur in die Lehrangebote integriert, sondern auch sichtbar auf dem Campus gemacht.

Die Zielsetzung des Projekts, das auch der Stadtgesellschaft zugutekommt, ist klar: Ein langfristiger Rahmen für Klimaschutz, Ressourcenschonung und lebenswerte Stadträume in Bremen soll geschaffen werden. Das Projekt leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, wie auch das Bildungsserver anmerkt. Dort werden das integrierte Konzept und die zukunftsgerichteten Entscheidungsgrundlagen erläutert, die für innovative Lösungen im Bereich der Nachhaltigkeit entscheidend sind.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Das Engagement für Nachhaltigkeit wird auch von der Hochschulrektorenkonferenz unterstützt, die sich aktiv für die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullandschaft einsetzt. Laut der HRK ist BNE ein wichtiger Treiber für die Transformation hin zu nachhaltigen Praktiken. Das Ziel ist es, Lernenden das nötige Wissen zu vermitteln, damit sie verantwortungsbewusste, wertebasierte Entscheidungen treffen können, die nicht nur die gegenwärtigen Belange, sondern auch zukünftige Generationen berücksichtigen.

In einer Zeit, in der globale Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit immer präsenter werden, ist die Förderung eines vorausschauenden Denkens und die Entwicklung nachhaltiger Konzepte von enormer Bedeutung. Der integrierte Ansatz des BreGoS-Projektes könnte somit nicht nur einen Impuls für die Hochschulen selbst geben, sondern auch eine Inspiration für die Gesellschaft insgesamt darstellen.

Insgesamt zeigen die Bemühungen der Bremischen Hochschulen, dass Nachhaltigkeit im Bildungssystem nicht nur möglich, sondern auch notwendig ist, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Website bregos.de zu finden. Interessierte können sich für direkt Fragen an Prof. Dr. Marko Rohlfs, Universität Bremen, Projektkoordination „Bremen Goes Sustainable“, wenden.