Die Universität Bremen begeistert erneut mit ihrem Engagement für die Verbindung von Wissenschaft und Gesellschaft. Im Jahr 2026 wird zum zweiten Mal der Transferpreis verliehen, der herausragende Transferaktivitäten auszeichnet. Über den Preis, der mit 2.000 Euro dotiert ist, können sich Projektdurchführende bis zum 31. Mai bewerben, und das über ein einfaches Online-Formular, das auf der Website der Universität bereitgestellt wird. uni-bremen.de berichtet, dass zusätzlich auch ein Preis für Nachhaltigkeit mit 1.000 Euro vergeben wird, um das Augenmerk auf umweltbewusste Ansätze im Transfer zu richten.
Die eingereichten Projekte sollten sich daher an der Transferstrategie der Universität orientieren. Diese Strategie inkludiert innovative Ansätze zur Öffentlichkeitvermittlung von Forschungsergebnissen, gesellschaftliche Kooperationen in Forschungsprozessen, sowie die Umsetzung von Lehrinhalten in die Praxis. Darüber hinaus wird auch die Förderung von sozialen und technischen Innovationen und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft hoch bewertet. Die Bedingungen sind klar: Teilnahmeberechtigt sind nur Projekte, die bereits in der Umsetzung sind oder deren Abschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegt; Planungsphasen finden keine Berücksichtigung.
Das Glanzstück der Preisverleihung wird am 27. Oktober 2026 in der Kassenhalle im Forum am Domshof gefeiert. Hier wird eine multifunktionale Jury aus internen und externen Transferexperten über die Vergabe entscheiden. Diese Aktivitäten sind nicht nur ein Teil der langjährigen Tradition der Universität Bremen, die seit 1971 gesellschaftliche Verantwortung übernimmt, sondern zeigen auch eine große Bandbreite an Aktivitäten auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.
Erster Transferpreis im Jahr 2024
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass der Transferpreis bereits 2024 erfolgreich eingeführt wurde. Der erste Gewinner war das Projekt „DENCAI – DENgue CAse Investigation“, geleitet von Dr. Thomas Barkowsky in Zusammenarbeit mit der Mahidol University in Bangkok. Die Entwicklung einer Software zur Bekämpfung von Dengue-Infektionen stellte das Hauptanliegen des Projekts dar. weser-ems-wirtschaft.de berichtet, dass diese Software sowohl als Web-App als auch als Smartphone-Anwendung bereitgestellt wird und eine erhebliche Unterstützung für das thailändische Public Health System bei der Bekämpfung von Dengue-Infektionen bietet.
Das Projekt hat nicht nur in einer Pilotphase während der Dengue-Saison 2023 Erfolge gefeiert, sondern plant auch eine Weiterverbreitung seiner Software auf internationaler Ebene. Zudem fand bei der ersten Preisverleihung eine angeregte Podiumsdiskussion zu Wasserstofftechnologien statt, moderiert von Dr. Torben Stührmann. Im Rahmen dieser Veranstaltung erfuhren die Anwesenden, dass das hyBit-Projekt, das eine digitale Transformationsplattform für die Energiezukunft in Bremen entwickelt, das Augenmerk auf den Bremer Industriehafen, insbesondere auf das Stahlwerk von ArcelorMittal, legt. Die Wolfgang-Ritter-Stiftung und die Sparkasse Bremen stehen ebenfalls als finanzielle Unterstützer an der Seite des Transferpreises.
Mit diesen Initiativen zeigt die Universität Bremen, dass sie nicht nur auf der akademischen Ebene aktiv ist, sondern auch eine wichtige Rolle bei der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen einnimmt. Bewerbungen zum Transferpreis 2026 sind ab sofort möglich und es bleibt spannend zu sehen, welche innovativen Projekte in diesem Jahr ins Rennen gehen werden.