Für angehende Astronauten und Weltraumforscher ist der Deutsche CanSat-Wettbewerb eine hervorragende Gelegenheit, das eigene Wissen in die Praxis umzusetzen. In diesem Jahr macht ein Team von Schüler:innen aus Dresden mit seinem innovativen Mini-Satelliten auf sich aufmerksam. Das Team GRACE (Green Research and CanSat Exploration) hat einen textilbasierten CanSat entwickelt, der nachhaltige Bauweisen in den Fokus stellt. Die Entwicklungen und Testflüge starten Anfang März 2026 vom Flugplatz Rotenburg/Wümme bei Bremen, wie tu-dresden.de berichtet.
Das Team besteht aus vier Schülerinnen: Friederike (16), Marie (15), Anna (14) und Wiebke (15). Im Herbst 2025 begann die spannende Reise, bei der die jungen Wissenschaftlerinnen alle Aspekte des Projekts vom Design über die Konstruktion bis hin zur Programmierung und Öffentlichkeitsarbeit abdeckten. Ihr CanSat wird nicht nur aus textilen Materialien gefertigt, sondern enthält auch elektronische Komponenten, die auf Polyesterfilz aufgestickt sind. Um die Umweltfreundlichkeit zu gewährleisten, haben die Teammitglieder einen Nachhaltigkeitskatalog entwickelt, der Kriterien wie Wiederverwendbarkeit, den Einsatz nachwachsender Rohstoffe und regionale Verfügbarkeit umfasst.
Ziele und Missionen des CanSat
Der CanSat muss zwei wesentliche Missionen erfüllen: Die Primärmission umfasst das Messen von Luftdruck und Temperatur, wobei die gesammelten Daten an eine Bodenstation übermittelt werden. Dabei wird ein Höhen- und Temperaturprofil erstellt und die Fallgeschwindigkeit bestimmt. Für die Sekundärmission haben die Schülerinnen drei Ziele gesetzt: eine nachhaltige Bauweise zu gewährleisten, ein optimiertes Design umzusetzen und die Position während des Flugs zu bestimmen. Dies zeigt, dass nicht nur technisches Know-how, sondern auch Kreativität erforderlich ist, um bisher unbekannte Herausforderungen zu meistern.
Die Partnerschaft mit dem Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden verleiht dem Projekt zusätzliches Gewicht. Unter deren Anleitung wird das Team auf die Anforderungen des Wettbewerbs vorbereitet, der im Rahmen der Veranstaltung „City of Space“ in Bremen stattfinden wird. Während der Wettbewerbsphase haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Projekte vor einer Fachjury zu präsentieren und mit anderen Forschern in Kontakt zu treten, wie dlr.de beschreibt.
Unterstützung und Crowdfunding
Um die Finanzierung ihres Projekts zu sichern, hat das Team eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Mit einer Fundingschwelle von 1.000 Euro und einem Gesamtziel von 3.000 Euro wollen sie Unterstützer:innen mit Dankeschön-Paketen, wie signierten Teamkarten und Lesezeichen aus Originalteilen des Satelliten, begeistern. Dies zeigt, dass auch im Bereich der Wissenschaft das Engagement der Gemeinschaft von großer Bedeutung ist.
Der Deutsche CanSat-Wettbewerb, der seit 2014 jährlich ausgetragen wird, gibt Schüler:innen eine praktische Erfahrung mit Raumfahrtprojekten. Es ist eine hervorragende Plattform, um kreatives Denken und Teamarbeit zu fördern. Schließlich dient dieser Wettbewerb nicht nur als Sprungbrett in die Raumfahrt, sondern auch als Lehrstück für die Herausforderungen der Zukunft, wie auf der offiziellen Webseite cansat.de beschrieben.
Wir drücken dem Team GRACE die Daumen für die bevorstehenden Tests und den Wettbewerb und freuen uns auf die Ergebnisse ihrer beeindruckenden Arbeit!