Die jährliche Community Impact Project (CIP)-Messe an der Constructor University findet auch in diesem Jahr großes Interesse. Am 28. Februar 2026 präsentierten Studierende eine beeindruckende Palette von Projekten, die nicht nur ihr akademisches Wissen einbringen, sondern auch direkt der lokalen Gemeinschaft in Bremen Nord zugutekommen. Mehr als 1.200 Studierende haben seit 2020 an über 50 Projekten mit mehr als 60 regionalen Partnern teilgenommen, was die positive Entwicklung dieser Initiative unterstreicht. Diese Projekte sind fest in den Bachelorstudiengängen verankert und bieten den Studierenden eine echte Möglichkeit, gesellschaftliche Herausforderungen direkt anzugehen.
Studierende wie Teagan, die am Projekt „Easy-Safe Experiments“ beteiligt ist, zeigen, wie Wissenschaft für Kinder zugänglich gemacht werden kann. Hierbei handelt es sich um sichere Experimente, die in Kindergärten durchgeführt werden. Ebenso hat Adea Shala, eine Biochemie-Studentin, im Rahmen des Projekts „Leben in Bremen Nord“ soziale Aktivitäten und Englischunterricht für Schulkinder sowie Senior:innen organisiert. Solche Aktivitäten fördern das Gemeinschaftsgefühl und schaffen wertvolle interkulturelle Erfahrungen.
Vielfältige Projekte und deren Nutzen
Im Rahmen der CIP Pitch Night wurden sieben verschiedene Projekte vorgestellt, die vor etwa 200 Interessierten präsentiert wurden. Darunter befanden sich innovative Ideen wie der Bicycle Workshop, der gebrauchte Fahrräder für Geflüchtete repariert, und das Overbeck-Museum-Projekt, das die Zugänglichkeit für Menschen mit Sehbehinderungen verbessert. Auch das Projekt „Robokids“ spielt eine wichtige Rolle, da es Kindern Zugang zu Robotik-Laboren bietet und somit MINT-Interessen fördert. Diese und weitere Projekte bieten nicht nur den Studierenden eine Plattform, sondern helfen auch aktiv bei der Bewältigung lokaler Herausforderungen, was wolfgang-ritter-stiftung.de eindrucksvoll beschreibt.
Die Anforderungen an die Projekte sind klar: Studierende müssen mindestens 125 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und der gesellschaftliche Bedarf muss im Fokus stehen. Dies zeigt, dass die Initiativen nicht nur akademisch, sondern auch praktisch einen hohen Wert haben. Dr. Jakob Fruchtmann, Professor für Soziologie an der Constructor University, betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit regionalen Organisationen. Diese Initiativen bieten eine Win-Win-Situation sowohl für die Universitäten als auch für die Gemeinschaft.
Ein Modell für andere Hochschulen
Das Konzept der „Service Learning“, das hinter der CIP-Initiative steht, schafft eine Symbiose zwischen akademischem Lernen und praktischem Engagement. Es handelt sich um eine Lehr-/Lernmethode, bei der Studierende Projekte durchführen, die dem Gemeinwohl dienen. An Hochschulen wird dies immer beliebter, da die Kooperation mit sozialen und anderen Organisationen nicht nur den Studierenden zugutekommt, sondern auch den Institutionen selbst. ECTS-Punkte können für die Teilnahme an diesen Projekten erlangt werden, was den Anreiz erhöht, sich aktiv zu engagieren. Weitere Informationen zu dieser Methode sind auf uni-kassel.de verfügbar.
Insgesamt zeigt die CIP-Initiative, wie Studierende der Constructor University sich mit Herz und Verstand für ihre Umgebung einsetzen können. Die Bandbreite der Projekte, die Ideen und sozialen Nutzen vereinen, wird auch in Zukunft eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung Bremens spielen.