Die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) hat jüngst einen bedeutenden Schritt zur Stärkung ihrer strategischen Entscheidungsfähigkeit unternommen. In einer neuen Kooperationsvereinbarung wird Wargaming, eine Methode, die zunehmend an Bedeutung gewinnt, als zentrales Instrument für Ausbildung, Analyse und strategische Entscheidungsunterstützung etabliert. Diese Vereinbarung wurde mit dem Streitkräfteamt (SKA), dem Planungsamt der Bundeswehr (PlgABw) und dem Center for Intelligence and Security Studies (CISS) der Universität der Bundeswehr München geschlossen. Die Partner verfolgen damit nicht nur eine methodische, konzeptionelle und institutionelle Weiterentwicklung von Wargaming in der Bundeswehr, sondern auch die Schaffung eines langfristigen, institutionalisierten Rahmens für die Zusammenarbeit.

Aber was genau ist Wargaming? Der Begriff bezeichnet Simulationen, die menschlichen Input integrieren und realweltliche Zusammenhänge modellhaft abbilden. Dabei können die Teilnehmer aktiv in den Verlauf der Simulation eingreifen, was die Methodik von klassischen Übungsformaten unterscheidet. Wie der Hardthöhenkurier erläutert, sind Wargames nicht nur auf militärische Anwendungen beschränkt, sondern bieten auch vielseitige Einsatzmöglichkeiten in der wissenschaftlichen Forschung und der Unterstützung von Entscheidungsfindungsprozessen.

Wargaming als Schlüssel zur Entscheidungsfindung

Die jüngste Kooperationsvereinbarung zielt konkret darauf ab, die Nutzung von Wargaming in der Ausbildung, Fort- und Weiterbildung von Fachkräften innerhalb der Bundeswehr auszubauen. Im Fokus stehen besonders Educational Wargaming für diese Zwecke sowie Analytical Wargaming, das als Instrument der strategischen Planung und Entscheidungsunterstützung eine zentrale Rolle spielen soll. Der Mechanismus der Simulation kann dabei von einfachen Kartenbrettern bis hin zu komplexen technischen Lösungen, wie zum Beispiel „GhostPlay“, reichen.

Ein außergewöhnlicher Vorteil von Wargaming ist die Möglichkeit, verschiedene Szenarien durchzuspielen, die sowohl militärische als auch zivile Führungskräfte in der Entscheidungsfindung unterstützen. Indem realistische Handlungen und Strategien simuliert werden, können Entscheidungsträger wertvolle Einsichten gewinnen. Der Fokus auf verschiedene Analyseebenen, wie die unterschiedlichen Handlungen der Spieler, ermöglicht es, klare Handlungsempfehlungen und Strategien zu entwickeln.

Langfristige Zusammenarbeit und Entwicklung

Die Partner des neuen Wargaming-Programms haben große Pläne. Geplant sind nicht nur die gemeinsame Planung und Durchführung von Wargames, sondern auch die Entwicklung einheitlicher Standards und Methoden. Workshops, Tagungen und Schulungsformate sollen das Wissen um Wargaming festigen und ausbauen. Zudem beabsichtigen die Partner, ein ressortinternes Wargaming-Netzwerk zu etablieren und gemeinsame Studien sowie Publikationen anzustoßen, um so die strategische Beratungsfähigkeit innerhalb des Geschäftsbereichs Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) nachhaltig zu unterstützen.

In einer Welt, die immer unvorhersehbarer scheint, wird die Fähigkeit, Szenarien strategisch zu analysieren und darauf basierend Entscheidungen zu treffen, zu einer unverzichtbaren Kompetenz. Das Engagement der HSU/UniBw H und ihrer Partner im Bereich Wargaming könnte der Schlüssel sein, um zukünftigen Herausforderungen proaktiv zu begegnen, und so einen wertvollen Beitrag zur schnelllebigen Welt der Sicherheitspolitik zu leisten. Weitere Informationen über die Möglichkeiten von Wargames finden Sie in den ausführlichen Berichten von BWI und Hardthöhenkurier.

Für mehr Details über die Kooperationsvereinbarung besuchen Sie bitte HSU/UniBw H, um sich über die Vorzüge und Möglichkeiten von Wargaming zu informieren, schauen Sie vorbei bei BWI und werfen Sie einen Blick auf die Analysen des Hardthöhenkurier.