In der Welt der Rechtswissenschaften hat Doris König einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Geboren am 25. Juni 1957 in Kiel, zog es die Juristin, initiiell während ihrer Studienzeit an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, in die Welt des Rechts. Ursprünglich überlegte sie, Sprachen zu studieren, entschied sich jedoch auf Empfehlung für das Jurastudium und begann damit einen Weg, der sie zu bedeutenden Positionen in der deutschen Rechtsprechung führte. Über ihre Anfänge berichtet die Bucerius Law School: „Doris König hatte anfangs Schwierigkeiten mit dem Jurastudium, fand jedoch schnell ihre Freude am Völkerrecht“ berichtet die Bucerius Law School.
Nach ersten beruflichen Schritten als wissenschaftliche Hilfskraft und Assistentin an der Universität Kiel nahm König eine höchst spannende Wendung in ihrer Karriere, als sie 1989 als Richterin am Landgericht Hamburg tätig wurde. Diese Erfahrung sah sie als prägend an und ermöglichte ihr später die Habilitation, welche sie 1998 mit einer Arbeit über die verfassungsrechtliche Problematik des europäischen Integrationsprozesses abschloss. Ihre Habilitation öffnete die Tür zu einer akademischen Laufbahn, die sie an führende Institutionen führte, darunter ein Lehrstuhl an der Bucerius Law School, wo sie im Jahr 2000 als Gründungsprofessorin berufen wurde notiert Wikipedia.
Innovationen und Engagement
Während ihrer Präsidentschaft an der Bucerius Law School von 2012 bis 2014 ließen sich viele Ideen in die Tat umsetzen. So wurde unter ihrer Ägide die erste Law Clinic eingerichtet, die den Studierenden ermöglichte, praktische Erfahrungen in der Rechtsberatung zu sammeln und gleichzeitig ehrenamtlich tätig zu sein erläutert die Bucerius Law School. König schätzte die Innovationsfreude und den guten Betreuungsschlüssel an dieser Bildungseinrichtung, die großen Wert auf Internationalität legt.
Königs Engagement erstreckt sich jedoch weit über die Universitätsmauern hinaus. Von 2005 bis 2007 war sie Vizepräsidentin und danach bis zum herbstlichen Abschied 2025 Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, wo sie als Vorsitzende des Zweiten Senats wirkte. Ihre Zeit dort beschreibt sie als „intensiv und prägend für das Verfassungsrecht“ stellt das Bundesverfassungsgericht fest. In dieser Funktion war sie auch in der Öffentlichkeit sowie mittels ihrer abweichenden Meinungen ein kritischer Denker.
Auszeichnungen und gesellschaftliches Engagement
Doris König hat nicht nur in der Wissenschaft und Gerichtsbarkeit gewirkt, sondern sich auch in zahlreichen Institutionen engagiert, darunter seit 2004 als Vorstandsvorsitzende der Internationalen Stiftung für Seerecht (IFLOS) und seit 2008 als Mitglied des Ständigen Schiedshofs in Den Haag. Ihre hervorragenden Leistungen wurden mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband ausgezeichnet.
Privat lebt die Juristin nun seit rund 40 Jahren in Hamburg, einer Stadt, die sie liebevoll als ihren „Fels in der Brandung“ bezeichnet. Doris König ist verheiratet. Ihr Werdegang ist ein beeindruckendes Beispiel für die Verbindung von juristischer Expertise und gesellschaftlichem Engagement, das zunächst aus einer einfachen Entscheidung, Jura zu studieren, entsprang.