In einem bemerkenswerten Schritt zur Stärkung des sozialen Unternehmertums hat die Leuphana Universität kürzlich der Hamburger Allianz für Social Entrepreneurship beigetreten. Die Universität ist nun die zweite Hochschule in dieser Allianz, die bereits die Universität Hamburg umfasst. Dieses Bündnis zielt darauf ab, die wissenschaftliche Perspektive auf soziales Unternehmertum innerhalb des Netzwerks zu intensivieren. Laut Leuphana spielt die Wissenschaft eine zentrale Rolle in der Social-Entrepreneurship-Strategie der Stadt Hamburg.
Die Hochschule wird als Schlüsselakteur für Wissensgenerierung, Talententwicklung und Innovationspraxis angesehen. Boris Kozlowski, Co-Geschäftsführer der Allianz, betont die Bedeutung des Praxistransfers wissenschaftlicher Erkenntnisse und die essenzielle Aufgabe, dieses Wissen an Studierende zu vermitteln. Die Leuphana trägt mit Programmen wie dem HOLII und dem Social Change Hub zur Unterstützung ihrer Studierenden und Forschenden bei.
Ein starkes Netzwerk für soziale Innovationen
Die Leuphana hat zudem die Leuphana Social Innovation Community ins Leben gerufen, um soziale Innovationen aktiv zu fördern. Prof. Dr. Markus Reihlen, Vizepräsident der Universität, hebt hervor, dass die Zusammenarbeit mit der Allianz den gesellschaftlichen Impact in der Metropolregion Hamburg stärken soll. Seit 2021 engagieren sich die Leuphana und die Allianz in gemeinsamen Workshops, Foren und Konferenzen. Zukünftig sind weitere Austauschformate, Kooperationen in der Lehre und gemeinsame Veranstaltungen geplant.
Die Gründung der Allianz für Social Entrepreneurship erfolgte auf Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft und ist Teil der umfassenden Social Entrepreneurship-Strategie des Senats, wie hamburg.de aufzeigt. Zusammen mit weiteren Gründungsmitgliedern, darunter die Universität Hamburg und das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e. V., dient die Allianz der Schaffung eines starken Ökosystems für soziale Unternehmen in Hamburg.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Sichtbarkeit des Sektors und der Etablierung von Wirkungspartnerschaften. Darüber hinaus stellt die Behörde für Wirtschaft und Innovation im Rahmen des Förderaufrufs #UpdateHamburg2024 ein jährliches Budget von einer Million Euro zur Verfügung, um vielversprechende Projekte zu unterstützen.
Soziale Unternehmen im Fokus
Der Deutsche Social Entrepreneurship Monitor 2024, veröffentlicht von der Bertelsmann Stiftung, zeigt die Relevanz von Sozialunternehmen, die an der Schnittstelle zwischen Unternehmertum und gesellschaftlichem Engagement agieren. Laut Bertelsmann Stiftung bieten diese Firmen innovative Lösungen mit sowohl ökonomischem Wert als auch bedeutenden sozialen und ökologischen Wirkungen. Über 60 % der Sozialunternehmen in Deutschland messen ihre gesellschaftliche Wirkung und verfolgen aktiv ökologische Entwicklungsziele.
Diese Entwicklungen markieren einen positiven Trend in der Metropolregion Hamburg, wo das Ziel klar ist: die Stärkung Hamburgs als sozialer und nachhaltiger Wirtschaftsstandort steht im Vordergrund. Durch die Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen wird eine nachhaltige und gerechte Gesellschaft angestrebt, in der soziale Innovationen eine entscheidende Rolle spielen.