Literaturprofessorin Emer O’Sullivan erhält Internationalen Grimm-Preis
Emer O’Sullivan, Professorin an der Leuphana Universität Lüneburg, erhält 2026 den Internationalen Grimm-Preis für Kinderliteraturforschung.

Literaturprofessorin Emer O’Sullivan erhält Internationalen Grimm-Preis
Emer O’Sullivan, Professorin für Englische Literaturwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg, geht in den Ruhestand und hinterlässt eine bemerkenswerte Sammlung an Beiträgen zur internationalen Kinderliteraturforschung. O’Sullivan, die in Dublin aufwuchs und schon früh eine Leidenschaft für Literatur entwickelte, wird für ihre bahnbrechenden Arbeiten und ihre engagierte Lehre gewürdigt. Destilliert aus ihrer Erfahrung und Forschung, hebt die Wissenschaftlerin die Relevanz von Imagologie und interkultureller Hermeneutik hervor.
Bereits als Kind verbrachte O’Sullivan viele Stunden in der öffentlichen Bibliothek und interessierte sich umso mehr für die deutsche Literatur. Ihr Engagement für das Lesen führte dazu, dass sie Deutsch lernte, um Werke von deutschen Autoren im Original genießen zu können. Dies war eine der vielen Weichenstellungen, die zu ihrer späteren akademischen Laufbahn führten.
Einflussreiche Auszeichnungen und Errungenschaften
Die von O’Sullivan geförderte Forschung kombiniert Theorien aus der Vergleichenden Literaturwissenschaft und der Übersetzungswissenschaft. Ihre Habilitationsschrift „Kinderliterarische Komparatistik“ wurde nicht nur mit dem IRSCL-Preis ausgezeichnet, sondern die englische Übersetzung erhielt 2007 auch den Buchpreis der Children’s Literature Association. Darüber hinaus wurde O’Sullivan von der Internationalen Forschungsgesellschaft für Kinder- und Jugendliteratur in Salamanca zur Honorary Fellow ernannt.
Ein weiterer Höhepunkt ihrer Karriere ist die bevorstehende Verleihung des Internationalen Grimm-Preises für Kinderliteraturforschung im Jahr 2026 in Osaka. Der Preis, der für herausragende Forschung im Bereich Kinder- und Jugendliteratur vergeben wird, umfasst ein Preisgeld von einer Million Yen, was etwa 6.000 Euro entspricht. O’Sullivan wird während ihrer Japan-Reise auch einen Vortrag in Tokio halten und gehört somit zu einer sehr exklusiven Gruppe von Wissenschaftlern, die bereits für diese respektierte Auszeichnung nominiert wurden.
Persönliche Verbindung zur Kinderliteratur
Ein interessanter Aspekt in O’Sullivans Karriere ist ihre Verbindung zu Enid Blyton, einer der bekanntesten Kinderbuchautoren. In ihrer Kindheit las sie begeistert die Abenteuer von Hanni und Nanni, die im Original den Namen O’Sullivan tragen. Dies stellt eine tiefgreifende Verbindung zwischen ihrem eigenen Leben und der Kinderliteratur dar.
Zusätzlich zu ihren akademischen Leistungen organisiert O’Sullivan Literaturfeste und engagiert sich in der Lehre. Sie hat sich dafür eingesetzt, die jugendliche Lesekultur zu fördern, was durch erfolgreiche Plattformen wie Booktok und Social Media unterstützt wird. Die jüngste Trendwende zeigt, dass junge Menschen wieder vermehrt Bücher lesen.
Mit dem Blick auf ihr bevorstehendes Ende an der Leuphana Universität nimmt O’Sullivan ihre persönliche Büchersammlung mit in den Ruhestand, die unter anderem Werke von Sherlock Holmes, Harry Potter und eben Enid Blyton umfasst. Ihre Erfolge und ihr Engagement werden auch in Zukunft in der Welt der Literatur einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Emer O’Sullivan nicht nur eine ausgezeichnete Wissenschaftlerin, sondern auch eine bedeutende Botschafterin der Kinderliteratur ist, deren Einfluss in den kommenden Jahren sicherlich weiter spürbar sein wird.
Informationen zu Emer O’Sullivan und ihrem Werk finden sich unter Leuphana Universität, Börsenblatt und Leuphana Pressemitteilungen.