Am 13. März 2026 fand an der Universität Paderborn der internationale Mathematik-Wettbewerb „Náboj“ statt, an dem rund 200 Schüler*innen teilnahmen. Die Mensa der Universität verwandelte sich an diesem Vormittag in einen Ort des kreativen Denkens und der Teamarbeit, während die Talente der Jahrgangsstufen 9 bis 13, sowie einige besonders begabte Schüler*innen der Jahrgangsstufe 8, gemeinsam auf die Herausforderung warteten. Paderborn ist in diesem Jahr einer von sechs Standorten in Deutschland, die den Wettbewerb ausrichteten, der seit 2005 international durchgeführt wird und in diesem Jahr 15 Länder umfasst. Wie die Universität Paderborn berichtet, traten die Teams der jeweiligen Standorte gleichzeitig gegeneinander an und erhielten identische Aufgaben, die es zu lösen galt.
Der Wettbewerb sah zwei Kategorien vor: Junior*innen, die nicht aus der vorletzten oder letzten Klasse stammen, und Senior*innen, die aus beliebigen Jahrgangsstufen kommen konnten. In Paderborn waren 20 Junior*innen- und 19 Senior*innen-Teams am Start. Jedes Team setzte sich aus drei bis fünf Mitgliedern zusammen und hatte die Aufgabe, innerhalb von zwei Stunden ohne Taschenrechner so viele Aufgaben wie möglich richtig zu lösen. Professor Dr. Martin Kolb, Dr. Max Hoffmann und Dr. Benjamin Hinrichs vom Institut für Mathematik organisierten die Veranstaltung und sorgten mit der Unterstützung des Wissenschaftskommunikationsteams des Sonderforschungsbereichs/TRR 358 für einen reibungslosen Ablauf.
Mathematisches Können auf internationalem Niveau
Die Spannung in der Mensa war spürbar, als die Teams mit ihren sechs Aufgaben begannen, die logisches Denken und kreativen Einfallsreichtum erforderten. Die Ergebnisse wurden lokal ausgewertet, was einen schnellen Feedbackprozess ermöglichte, jedoch auch einen internationalen Vergleich zuließ. Die Siegerehrung im Anschluss an den Wettbewerb hielt einige Überraschungen bereit, wobei die ersten zehn Plätze mit speziellen T-Shirts und die Gewinner*innen zusätzlich mit Rucksäcken der Universität Paderborn ausgezeichnet wurden. Solche Wettbewerbe fördern nicht nur die mathematischen Fähigkeiten der Jugendlichen, sondern sind auch ein hervorragendes Beispiel für die Bedeutung von Teamarbeit und Kreativität. Das Teamspiel wird sowohl in der Schule als auch in vielen beruflichen Bereichen immer wichtiger, wie auf der Website des Stifterverbandes zu lesen ist, die die Rolle von Mathe-Kenntnissen in vielen Berufsfeldern erläutert.
Im Rahmen des Náboj-Wettbewerbs nehmen in diesem Jahr über 1000 Teams aus 13 Ländern teil. Während der Wettbewerb in Paderborn bereits stattfand, folgt in Passau am 14. März ein weiterer Austragungsort, der rund 72 Schulmannschaften begrüßen wird. Diese Teams setzen sich aus 49 Junior- und 23 Senior-Teams zusammen, die ebenfalls in einem 120-minütigen Wettbewerb gegeneinander antreten. In Deutschland ist der Náboj-Wettbewerb rund um die Universitäten Leipzig, Hamburg und Würzburg in vollem Gange, was das Interesse an der Mathematik unter Jugendlichen weiter steigert. An den verschiedenen Austragungsorten werden lokale Ranglisten erstellt, und die besten Teams finden sich auch in nationalen wie internationalen Rankings wieder.
Der Náboj-Wettbewerb ist nicht nur eine hervorragende Gelegenheit, sich mit anderen mathematisch interessierten Jugendlichen zu messen, sondern auch eine Plattform, um das mathematische Können und die Problemlösungsfähigkeiten der Teilnehmer*innen zu fördern. Solche Events leisten einen bedeutenden Beitrag zur Förderung von Talenten und zur Begeisterung für Mathematik – Werte, die in einer zunehmend komplexen Welt von unschätzbarem Wert sind.