Das Projekt „Digitalisierungsbezogene und digital gestützte Schul(kultur)entwicklung durch Multiprofessionelle Kooperation an ganztägigen Grundschulen“, kurz DigiSchuKuMPK, nimmt Fahrt auf. Es wird im Rahmen des Kompetenzverbundes „lernen:digital“ durchgeführt und zielt darauf ab, die digitalen Kompetenzen und die gesamte Schulentwicklung an ganztägigen Grundschulen zu fördern. Der Fokus liegt auf der Professionalisierung des pädagogischen Personals, einschließlich der Bereiche Inklusion, Ganztag und sozialraumorientierte Entwicklung. Das Ganze wird mit einem stolzen Fördervolumen von etwa 4,4 Millionen Euro seitens der Europäischen Union und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung versehen, wie uni-osnabrueck.de berichtet.

In einer Abschlusstagung am 23. Februar wurden die Ergebnisse des Projekts umfassend diskutiert. Die Laufzeit von DigiSchuKuMPK erstreckt sich von 1. August 2023 bis 30. Juni 2026. Beteiligt an diesem zukunftsweisenden Vorhaben sind Universitäten aus Osnabrück, Bochum, Braunschweig, Hamburg und Oldenburg. Die Zielsetzung ist klar: Die Schule soll durch digitale Public Relations und Bildungskonzepte transformiert werden.

Vielfalt und Digitalisierung im Fokus

Eines der zentralen Anliegen des Projekts ist die Heterogenitätssensible Kooperationsentwicklung. Hierbei werden spezielle Fortbildungsangebote entwickelt, um Multiprofessionalität zu fördern und die Interaktion in den verschiedenen Teams zu optimieren. Der Umgang mit den unterschiedlichen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler steht dabei im Mittelpunkt. Im Rahmen der sozialraumorientierten Schulentwicklung werden digitale Werkzeuge erprobt, die es ermöglichen, Perspektiven von allen Beteiligten sichtbar zu machen.

Ein weiteres interessantes Teilprojekt befasst sich mit der datenbasierten Schulentwicklung. Es umfasst den Aufbau von Kapazitäten zur Datenerfassung und -analyse, um die Qualität der Lernumgebungen nachhaltig zu sichern. Abschließend ist die Schulkultur des selbstregulierten Lernens ein wesentlicher Bestandteil der Strategien, die in ko-konstruktiven Entwicklungswerkstätten entstehen und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Politischer Kontext und Unterstützung

Der digitale Aufbruch wird auch in politischer Hinsicht vorangetrieben. Eine Einigung auf den Digitalpakt 2.0, wie bmbfsfj.bund.de berichtet, sieht vor, bis 2030 insgesamt fünf Milliarden Euro in die Bildung zu investieren. Diese Initiative soll dazu beitragen, die Gleichwertigkeit der Bildungschancen in Deutschland durch digitale Bildung zu stärken.

Ziel dieser politischen Maßnahme ist es, die Fortbildung der Lehrkräfte in Bezug auf die digitale Transformation des Unterrichts zu fördern. Als Bindeglied zwischen den Schulen und den neuen Technologien wird die Professionalisierung des pädagogischen Personals immer wichtiger. So ist es nicht nur das Projekt DigiSchuKuMPK, das in diesem Bereich Fortschritte erzielt, sondern auch die Bemühungen zur Stärkung der digitalen Infrastruktur und der Ausstattung mit modernen Lehrmitteln, um alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich unterstützen zu können.

Insgesamt zeigt sich, dass die Kombination aus Digitalisierung und Schulentwicklung nicht nur ein Trend ist, sondern eine notwendige Antwort auf die Herausforderungen der heutigen Zeit. Die kommenden Jahre werden darüber entscheiden, wie diese Veränderungen in der Schulpraxis umgesetzt werden.