Die medizinische Ausbildung in Hamburg bekommt neuen Schwung. MSH Medical School Hamburg und die Asklepios Kliniken Gruppe gehen eine strategische Partnerschaft ein. Diese umfassende Kooperation zielt darauf ab, dem wachsenden Bedarf an qualifizierten Ärztinnen und Ärzten gerecht zu werden. Geplant sind rund 75 zusätzliche Medizinstudienplätze pro Semester in der Hansestadt in den kommenden Jahren. Die ersten Maßnahmen sollen im Oktober 2026, mit dem Beginn des 5. Fachsemesters, umgesetzt werden.

Dank dieser Partnerschaft wird Asklepios der zweite universitäre Campus der MSH in Hamburg, neben den bestehenden Helios Kliniken in Schwerin. Die Studierenden werden an den Hamburger Asklepios Kliniken auf universitärem Niveau nach deutschem Recht ausgebildet. Dies stärkt nicht nur die Ausbildungskapazitäten, sondern auch den Praxisbezug im Medizinstudium. So wird eine enge Verzahnung zwischen vorklinischer und klinischer Ausbildung angestrebt, mit einem besonderen Fokus auf interdisziplinäre und interprofessionelle Teamarbeit.

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Gegengewicht zum Ärztemangel

Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund eines bundesweiten Ärztemangels. Laut einem Bericht von Ärzteblatt gibt es einen anhaltenden Mangel an Medizinstudienplätzen in Deutschland. Im Vergleich haben einige Bundesländer deutlich mehr Studienplätze pro 100.000 Einwohner, was sich auf die Qualität der Gesundheitsversorgung auswirkt. Während beispielsweise das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern mit 29 beziehungsweise 26 Studienplätzen pro 100.000 Einwohner an der Spitze stehen, ist Hamburg in einer relativ guten Position, bleibt aber gefordert.

Mit der Erhöhung der Studienplätze durch MSH und Asklepios wird ein weiterer Schritt unternommen, um die medizinische Versorgung in der Region nachhaltig zu sichern. Die bereits seit 2012 bestehende Zusammenarbeit mit Helios Kliniken Schwerin hat gezeigt, dass die Verzahnung von Theorie und Praxis für die Qualität der Ausbildung entscheidend ist. Ende 2025 konnten bereits die ersten 43 Absolventinnen und Absolventen verabschiedet werden, was als Erfolg der bisherigen Strategie gewertet wird.

Ausbildungsstrukturen weiterentwickeln

Durch die neue Partnerschaft sollen nicht nur die Ausbildungsstrukturen weiterentwickelt werden, sondern auch innovative Lehrformate eingeführt werden. Die Studierenden am Asklepios Klinikum Harburg, dem ersten Lehrstandort dieser Kooperation, werden eine theoretische Ausbildung in modernen Hörsaalräumen erhalten. Perspektivisch ist eine praktische Ausbildung an weiteren Hamburger Asklepios Kliniken geplant, um eine umfassende medizinische Ausbildung zu gewährleisten.

Die MSH Medical School hat außerdem eine Kooperation mit der Semmelweis Universität in Budapest. Diese internationale Zusammenarbeit ergänzt die bestehenden Anstrengungen, die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen zu erhöhen, um den Fachaftkräftemangel im Gesundheitswesen entgegenzuwirken. Diese Kombination an Ausbildungswegen bietet den Studierenden vielfältige Möglichkeiten und stärkt die künftige medizinische Versorgung in Deutschland.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Partnerschaft zwischen MSH und Asklepios ein wichtiger Schritt in die Zukunft der medizinischen Ausbildung in Hamburg ist. Die Pläne zur Steigerung der Studienplätze sowie zur Verbesserung der Ausbildungsstrukturen sind nicht nur als Reaktion auf den Ärztemangel zu verstehen, sondern auch als Chance, die Gesundheitsversorgung in der Region nachhaltig zu stärken und für anspruchsvolle interprofessionelle Teamarbeit fit zu machen.