Ein neues Kapitel in der Stadtentwicklung der Universität Duisburg-Essen wird am 12. März 2026 aufgeschlagen. Im Rahmen des Projekts „Be-MoVe“ findet der zweite Workshop des Reallabors Campus · Street · Lab statt. Hier kommen Studierende, Mitarbeitende und alle Interessierten zusammen, um gemeinsam Ideen für die Universitätsstraße zu entwickeln, die dann in konkrete Konzepte für den bevorstehenden Sommer übersetzt werden. Anmeldungen sind nicht notwendig, der Workshop startet um 14.30 Uhr im Glaspavillon auf dem Campus Essen.
Im Februar 2026 haben engagierte Teilnehmer bereits erste Visionen für die Universitätstraße gesammelt. Das Ziel: eine nachhaltige Umgestaltung, die nicht nur den Verkehrsfluss verbessert, sondern auch die Lebensqualität steigert. In diesem Prozess wird die Universitätsstraße temporär zur Fußgängerzone und Experimentierfeld, um neue Formen des Aufenthalts, Lernens und Austauschs zu erproben. Dabei wird die Flexibilität des Projekts von David Huber, einem der Projektmitverantwortlichen, betont – Anpassungen sind stets möglich.
Gemeinsam gestalten und lernen
Unter dem Motto „CO-DESIGN your CAMPUS · STREET · LAB“ erarbeiten die Teilnehmer bei dem Workshop konkrete räumliche Interventionen. Geplant sind Aktionen wie Spiel- und Sportstationen sowie kleine bauliche Strukturen, darunter Mobiliar und Aufenthaltsorte. Auch gartenähnliche Elemente und Lernräume könnten das Stadtbild aufwerten. Die dabei entstehenden Ideen sollen schon im Frühjahr 2026 realisiert werden, denn ein Bauworkshop ist für Ende April oder Anfang Mai angedacht.
Aber das Reallabor geht über die Universitätsstraße hinaus: Das Projekt „Be-MoVe“ hat zum Ziel, Maßnahmen und Veränderungen im städtischen Umfeld zu testen. Dies geschieht in verschiedenen Reallaboren, die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung einbeziehen. Projekte wie die temporäre Umgestaltung des Kopstadtplatzes zeigen, dass neue Sitz- und Pflanzelemente eine attraktive Aufenthaltsqualität schaffen können, bis die endgültige Umgestaltung durchgeführt wird.
Der Blick nach vorne
Reallabore wie das Campus · Street · Lab bieten eine innovative Plattform für urbanes Experimentieren. Sie ermöglichen es, neue Lösungen unter realen Bedingungen zu testen, und fördern eine lernende Planungskultur. Diese Form der Stadtentwicklung ist besonders in Deutschland beliebt und wird durch die Förderlinie „Reallabore der Nachhaltigkeit“ unterstützt. Städte wie Stuttgart, München und Hamburg nutzen diese Konzepte bereits, um Verkehrs- und Klimaanpassungsmaßnahmen voranzutreiben.
Die Veranstaltung am 12. März ist offen für alle und bietet die Möglichkeit für einen interdisziplinären Austausch. Die während des Workshops entwickelten Konzepte sollen für eine bessere Verbindung zwischen dem Unicampus und der Innenstadt sorgen und neue Aufenthaltsflächen schaffen. Bleibt also abzuwarten, welche kreativen Ideen hier entwickelt werden – und ob sie den Sprung in die praktische Umsetzung schaffen. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert; eine Bewertung der vorübergehenden Maßnahmen erfolgt gegen Ende des Sommers.
Das Engagement aller Beteiligten wird entscheidend sein für den Erfolg des Reallabors und seiner Ziele. Der Mut, Neues auszuprobieren und dabei Fehler als Lernchancen zu betrachten, wird der Schlüssel für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung sein.