Korallenbleiche: Ursachen und Konsequenzen
Die steigenden Meerestemperaturen sind der Hauptgrund für die weltweite Korallenbleiche. Ein Forschungsteam an der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München (TUM) hat mit modernster Neutronentechnologie die biologischen Prozesse hinter dieser bedrohlichen Entwicklung untersucht. tum.de berichtet, dass ….
Korallenriffe spielen eine Schlüsselrolle in marinen Ökosystemen. Sie bieten Lebensraum, Nahrung und Schutz für viele aquatic Arten. Ein grundlegendes Element ihrer Gesundheit ist die Symbiose mit Algen, die in den Korallen leben. Diese Algen, insbesondere die Symbiodiniaceae, sind für die Photosynthese verantwortlich und liefern wichtige Nährstoffe. Wenn die Meerestemperaturen jedoch steigen, gerät dieses empfindliche Gleichgewicht aus der Bahn. Die Algen können die überschüssige Energie nicht verarbeiten, was dazu führt, dass die Korallen sie abstoßen. Dies resultiert in der Korallenbleiche, einem Prozess, bei dem die Korallen ihre Farbe verlieren und ihre Energiequelle gefährdet wird.
Was geschieht, wenn Korallen bleichen? Kurzfristige Bleichereignisse können von Korallen überstanden werden, doch bleibt der Verlust der Algen längerfristig, sind viele Korallenarten vom Aussterben bedroht. Laut der International Coral Reef Initiative waren im Jahr 2024 bereits 84 Prozent aller Riffe von Korallenbleiche betroffen. In diesem Jahr verzeichneten die Wetteraufzeichnungen zudem die höchste Meerestemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen. klimawandel-info.com berichtet, dass ….
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Maren Ziegler von der Justus-Liebig-Universität Gießen hat kürzlich bedeutende Fortschritte in der Korallenforschung erzielt. Ihre Studie, die in der Fachzeitschrift "Global Change Biology" veröffentlicht wurde, bietet neue Einblicke in die Symbiosen zwischen Korallen und Algen in der Vergangenheit. Diese Ergebnisse sind ausschlaggebend für das Verständnis der Gesundheit von Korallenriffen. uni-heute.de berichtet, dass ….
Mit Hilfe von Bohrkernen aus Korallenskeletten, die während der Tara-Pazifik-Expedition gesammelt wurden, haben die Forscher historische Hitzestressereignisse und deren Auswirkungen auf Algen-Gemeinschaften analysiert. Solche Untersuchungen sind wichtig, da sie helfen, vergangene Umweltbedingungen und Anpassungen der Korallen zu rekonstruieren. Die Expedition, die über zwei Jahre und an 100 Korallenriffen durchgeführt wurde, hat die größte Datensammlung dieser Art hervorgebracht.
Ein bemerkenswerter Fakt ist, dass Korallenriffe nur 0,16 Prozent der Weltmeere ausmachen, jedoch 35 Prozent aller bekannten marinen Arten beherbergen. Der Verlust dieser Riffe hat somit weitreichende Auswirkungen auf die Biodiversität und die marine Nahrungskette. Die Folgen der Korallenbleiche sind nicht nur in den Ozeanen zu spüren, sondern können auch das Küstenumfeld beeinflussen. Korallenriffe agieren als natürliche Wellenbrecher, der Küstenerosion und Überschwemmungen entgegenwirkt.
Die Herausforderungen durch den Klimawandel verlangen ein verstärktes Verständnis und Engagement für den Schutz dieser wertvollen Ökosysteme. Nur durch gezielte Forschung und Sensibilisierung können wir den drohenden Verlust der Korallenriffe abwenden und die Gesundheit unserer Ozeane bewahren.