Am 17. Februar 2026 fand in Bonn der Rosenmontagszug statt, der als Höhepunkt der diesjährigen Karnevalssession gefeiert wurde. Prinz Roland I. und Bonna Stephanie III. führten den größten Rosenmontagszug in der 200-jährigen Geschichte des Bonner Karnevals an. Mit über 4.500 Teilnehmenden in 118 Gruppen und 121 Gespannen zog der Zug durch die Stadt, begleitet von hunderten jecken Zuschauern, die trotz regnerischer Witterung auf den Straßen standen.

Der Zug startete um 12 Uhr an der Rabinstraße/Ecke Thomas-Mann-Straße und führte über etwa 3,8 Kilometer quer durch die Bonner Innenstadt, bis er gegen 17 Uhr in der Dorotheenstraße endete. Laut ga.de wurden rund 15 Tonnen Kamelle, das entspricht mehr als 1,5 Millionen Stück, auf die Zuschauer geworfen. Die Atmosphäre war geprägt von Freude und feierlicher Stimmung, während immer wieder Rufe durch die Menge hallten: „Enten, Enten!“, wenn die bunten Quietscheenten der Universität Bonn geworfen wurden.

Ein buntes Treiben

Die Universität Bonn war mit zwei Wagen und einer fröhlichen Fußgruppe vertreten, die sich ganz im Sinne des Mottos „Morje es hück“ (Morgen ist heute) kostümiert hatten. Die Gruppe, angeführt von Rektor Michael Hoch und Hochschulratsvorsitzendem Georg Schütte, bestand aus Angehörigen der Universität sowie Gästen aus nah und fern. Ob Roboter, Datenkraken oder Astronautinnen, die Kostüme waren abwechslungsreich und sorgten für viele Schmunzler.

Ein weiteres bemerkenswertes Element des Zuges war die erstmalige Teilnahme von Rollstuhlfahrenden dank eines neugebauten Inklusionswagens, der Platz für bis zu zehn Rollstuhlfahrende und vier mit Gehhilfe bot. Dies wurde möglich durch Unterstützung des Landesförderprogramms „Heimatzeugnis“. Darüber hinaus waren 16 Kommentierungsstellen entlang des Zugwegs eingerichtet, wo Oberbürgermeister Guido Déus und Ex-Bonna Tiffany Claff das Geschehen vor dem Alten Rathaus kommentierten und auch eine Audiodeskription für Blinde und Sehbehinderte angeboten wurde.

Tradition trifft Inklusion

Der Rosenmontag ist nicht nur ein großartiges Fest, sondern auch ein bedeutender Traditionstag im Rheinland. Er fällt auf den Montag vor Aschermittwoch und markiert den Höhepunkt der Karnevalszeit. In vielen Städten, so auch in Bonn, wird dieser Tag mit festlichen Umzügen gefeiert. Der erste organisierte Karnevalsumzug in Deutschland fand bereits 1823 in Köln statt, und seit 1828 zieht auch Bonn in bunten Festumzügen durch die Straßen. In diesem Jahr hat der Rosenmontagszug die Bonner Gemeinschaft mehr denn je gefördert und phantastische Erlebnisse geboten.

Die Vorfreude auf den nächsten Rosenmontagszug ist bereits spürbar. Der nächste Zug wird für den 16. Februar 2027 angekündigt und erneut dafür sorgen, dass die Straßen Bonns mit festlicher Stimmung und jecken Gesichtern gefüllt sein werden. Ein Highlight für viele bleibt die zentrale Rolle der Gemeinschaft und das fröhliche Zusammenkommen, was den Bonner Karneval so einzigartig macht.