Vertreter der CDU-Landtagsfraktion NRW haben am 22. September 2025 die Universität Paderborn besucht. Dieser Austausch zielte darauf ab, die Entwicklungen in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) zu fördern, die sich als Vorzeigeregion für universitäre Zusammenarbeit etabliert hat. Der Sprecher des Wissenschaftsausschusses, Raphael Tigges, und seine Kollegen Tom Brüntrup und Bernhard Hoppe-Biermeyer trafen sich mit verschiedenen Präsidiumsmitgliedern der Universität, um wichtige Projekte und Forschungsfelder zu präsentieren.

Unter den Teilnehmenden waren der Präsident der Universität Paderborn, Prof. Dr. Matthias Bauer, die Vizepräsidentinnen Simone Probst und Prof. Dr. Beate Flath sowie Prof. Dr. René Fahr und Prof. Dr. Thomas Tröster. Sie stellten eine breite Palette von Projekten vor, die in den Bereichen Quantenforschung, Künstliche Intelligenz, High Performance Computing, Mobilität und Technologietransfer angesiedelt sind. Diese Themen sind nicht nur von akademischem Interesse, sondern auch von zentraler Bedeutung für die regionale Wirtschaft.

Ein starkes Netzwerk für intelligente Systeme

OWL hat sich dank des Spitzenclusters it’s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe als eines der führenden Zentren für innovative Technologien etabliert. Über 220 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen haben sich zusammengeschlossen, um anwendungsorientierte Forschungsprojekte in Bereichen wie Maschinenbau, Automatisierungstechnik und Automotive voranzutreiben. Dabei wurde die Region bereits 2012 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichnet und verfolgt seither eine umfassende Digitalisierungsstrategie, die bis 2022 entwickelt wurde und auf die Stärkung des Mittelstands abzielt.

Die Entwicklung maßgeschneiderter Qualifizierungsprojekte sowie die Förderung von Unternehmensgründungen und der Arbeit 4.0 sind weitere Schwerpunkte, die im Kontext des Clusters stehen. Diese Initiativen tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der Region im globalen Markt für intelligente technische Systeme weiter zu erhöhen.

Förderung der digitalen Transformation

Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Bundes ist auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) aktiv. Es hat kürzlich einen neuen Förderaufruf veröffentlicht, der ein bundesweites Netzwerk der Mittelstand-Digital Zentren ins Leben ruft. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen durch digitale Anwendungen und Technologien wettbewerbsfähiger zu machen, während das bestehende Netzwerk bis Ende 2026 ausläuft. Skizzen für neue regionale Zentren können bis zum 31. März 2026 eingereicht werden, während themen- und branchenspezifische Zentren bis zum 30. April 2026 vorgeschlagen werden können, wie bundeswirtschaftsministerium.de informiert.

Die Förderung wird sich auf kleine und kleinste Unternehmen konzentrieren und einen besonderen Fokus auf Cybersicherheit legen. Dabei sollen individuelle Unterstützungsmaßnahmen durch Trainer angeboten werden, um die digitale Transformation nachhaltig zu unterstützen und die IT- und Cybersicherheitsstandards zu erhöhen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Ostwestfalen-Lippe sowohl für die regionalen Akteure als auch für die Zukunft der digitalen Landschaft in Deutschland von zentraler Bedeutung ist. Der Austausch an der Universität Paderborn zeigt eindrücklich, wie wichtig dieser Dialog ist, um die Innovationskraft der Region weiter auszubauen.