Prof. Nosheen Fatima Warraich, eine renommierte Wissenschaftlerin aus Pakistan, hat heute die FernUniversität in Hagen besucht. Als Professorin am Fachbereich Informationsmanagement der University of the Punjab in Lahore hat sie sich mit der Universitätsbibliothek gehegte Themen zugehörig gemacht. Der Kontakt zu Prof. Dr. Eric Steinhauer, dem Direktor der Bibliothek, kam während einer privaten Reise von Steinhauer nach Pakistan zustande. Aus diesem ersten Kontakt entstand eine vielversprechende Kooperation, die durch ein DFG-gefördertes Projekt in Münster unterstützt wird.

Während ihres einmonatigen Forschungsaufenthalts in Deutschland, begleitet von ihrem Ehemann Muhammad Sajid, der in der Politikwissenschaft lehrt, hat Prof. Nosheen Warraich über die Unterschiede im Bibliothekswesen zwischen Deutschland und Pakistan gesprochen. In Deutschland zeichnen sich Bibliotheken durch ihre Nutzerzentrierung und Offenheit aus, während der Zugang in Pakistan oft restriktiver gestaltet ist. Zudem wurden Themen wie Datenschutz und Urheberrecht im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz thematisiert. Dabei betont sie, dass das wissenschaftliche Niveau in Lehre und Forschung in beiden Ländern vergleichbar ist.

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Wissenschaftlicher Austausch und Engagement

Ein Höhepunkt ihres Besuchs war die Vorlesung, die sie über das Systematic Literature Review (SLR) als Methode des wissenschaftlichen Publizierens hielt. Dabei stieß sie auf großes Interesse und regte eine Diskussion über den Umgang mit wissenschaftlichen Informationen an. Beide Seiten sind besonders daran interessiert, das Informationsverhalten von unterrepräsentierten gesellschaftlichen Gruppen zu erforschen. Prof. Nosheen fasst zusammen, wie wichtig dieser Austausch ist und freut sich über die Perspektiven, die sich daraus ergeben.

Ein besonders bemerkenswertes Projekt von Prof. Nosheen ist ihr Engagement, Gefangenen den Zugang zu Büchern zu ermöglichen. Diese Initiative zeigt nicht nur ihre Leidenschaft für das Informationsmanagement, sondern auch ihr Bestreben, Bildung für alle zugänglich zu machen. Der Besuch in Hagen ist Teil eines größeren Plans, langfristige Kooperationen mit Partnern aus dem Globalen Süden zu fördern und damit den Austausch von Wissen und Kultur zu intensivieren.

In einer Zeit, in der der Zugang zu Informationen entscheidend für die Teilhabe an der Gesellschaft ist, können solche Initiativen wie die von Prof. Nosheen Warraich einen großen Unterschied machen. Der Austausch zwischen den Institutionen ist nicht nur wertvoll, sondern auch notwendig, um den Herausforderungen einer zunehmend globalisierten Welt gerecht zu werden.

Weitere Informationen zu den geförderten Projekten der DFG, die diese Austauschinitiativen unterstützen, finden Sie auf der Website der Deutschen Forschungsgemeinschaft.