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Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat Grund zur Freude: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue Forschungsgruppe, die die Facetten der Selbstformung in unterschiedlichen historischen Kontexten beleuchten wird. Unter dem Titel „Machbarkeiten des Selbst. Mediale Selbstformungsprozesse in diachroner Perspektive“ (FOR 5826/1) zielt die Gruppe darauf ab, wie kulturelle und mediale Bedingungen Selbstentwürfe über die Jahrhunderte hinweg geprägt haben.

Die Finanzierung durch die DFG umfasst einen Zeitraum von vier Jahren und beläuft sich auf rund drei Millionen Euro. In dieser Zeit werden fünf Promotions- und drei Postdoktorandenstellen sowie eine wissenschaftliche Koordinationsstelle eingerichtet. Angeführt wird die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Valeska von Rosen, einer Kunsthistorikerin, die sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt.

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Vielfältige Teilprojekte

Die Forschungsgruppe setzt sich aus mehreren Teilprojekten zusammen, die verschiedene Disziplinen abdecken. Dazu zählen die Antike Philosophie unter der Leitung von Prof. Dr. Anna Schriefl, Transkulturelle Studien (Prof. Dr. Eva-Maria Troelenberg), Amerikanistik (Prof. Dr. Regina Schober) und Geschichtswissenschaft (Prof. Dr. Reinhild Kreis, Universität Siegen). Diese interdisziplinäre Herangehensweise verspricht eine reichhaltige Analyse und Perspektivenerweiterung.

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Besonders spannend ist, dass diese Forschungsgruppe die erste ihrer Art ist, die ausschließlich von Frauen geleitet wird. Ein innovativer Schritt in der Geschichte der DFG, der zeigt, wie wichtig Diversität in der Wissenschaft ist.

Historische und kulturelle Einflüsse auf Selbstentwürfe

Im Fokus der Forschung stehen Praktiken der Selbstformung von der griechischen Antike bis zur Gegenwart. Die Wissenschaftler:innen untersuchen unter anderem, wie historische und kulturelle Rahmenbedingungen sowie Medieneinflüsse solche Selbstentwürfe beeinflussen. Zu den untersuchten medialen Formen gehören stoische Texte zur Selbsterziehung, frühneuzeitliche Selbstbildnisse von Künstlerinnen und hinduistische Bildkompendien aus kolonialen Kontexten.

Doch das sind nicht die einzigen Themen, die auf dem Plan stehen. Auch die Denkfigur des „Etwas aus sich Machens“ im 19. Jahrhundert sowie digitale Selbstentwürfe in sozialen Medien werden behandelt. Insbesondere die literarische Verarbeitung dieser Erscheinungen in zeitgenössischen amerikanischen Romanen bietet reichlich Diskussionsstoff.

Das übergeordnete Ziel der Forschungsgruppe ist es, einen Beitrag zu den aktuellen Debatten über Selbstoptimierung und menschliche Gestaltbarkeit zu leisten. Diese Themen sind in unserer heutigen Gesellschaft hoch aktuell und oft kontrovers diskutiert. Ein Austausch über solche Fragestellungen könnte wichtige Impulse für das Verständnis von Identität und Selbstbildung in der modernen Welt geben.

Die Einrichtung dieser Forschungsgruppe wird durch die Haubrich Stiftung unterstützt, was den Stellenwert der Thematik unterstreicht. Wer mehr über die „Machbarkeiten des Selbst“ erfahren möchte, findet zusätzliche Informationen auf mediarep.org.

Der Startschuss für dieses spannende Projekt ist gefallen, und es bleibt abzuwarten, welche Erkenntnisse die Wissenschaftler:innen in den kommenden Jahren gewinnen werden, um die komplexen Prozesse der Selbstformung zu entschlüsseln.