Am 19. Februar 2026 wurde bekannt gegeben, dass der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) eine SDG-Partnerschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) fördert. Diese spannende Initiative zielt darauf ab, die geographische Lehre und anwendungsorientierte Forschung in Georgien und Aserbaidschan weiterzuentwickeln, mit einem klaren Fokus auf die Nachhaltigkeitsziele (SDGs).

Das Projekt mit dem Titel „Advancing SDG-Aligned Regional Transformation in the South Caucasus through Earth System Science Education and Research Partnerships” (kurz SDG-ESS Caucasus) hat Anfang Februar 2026 begonnen und wird bis Ende 2029 laufen. Dabei werden rund 393.000 Euro bereitgestellt, um die Herausforderungen des Klimawandels, der Wasserknappheit, der Landdegradation sowie der ländlichen Abwanderung in den Zielregionen Kachetien in Georgien und Zaqatala-Balakan in Aserbaidschan anzugehen. Prof. Dr. Markus Fuchs, Inhaber der Professur für Physische Geographie an der JLU, koordiniert das Projekt.

Internationale Kooperation im Fokus

Das SDG-ESS Caucasus ist Teil eines größeren Förderschemas des DAAD, das 18 internationale Kooperationsprojekte deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstützt. Im Rahmen des Programms „SDG-Partnerschaften“ wird eine Gesamtsumme von etwa 6,3 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bereitgestellt. Die Projekte sind darauf ausgelegt, langfristige akademische Partnerschaften zu etablieren und institutionelle Kapazitäten in den Partnerländern zu stärken.

Die Initiativen, die unter diesem Programm gefördert werden, umfassen verschiedene Themen, wobei die Projekte nicht nur alle Disziplinen mit Bezug zu Zielen für nachhaltige Entwicklung offen adressieren, sondern auch spezifische entwicklungspolitische Schwerpunktthemen wie „Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme“ beleuchten.

Ein gelungener Beitrag zur Agenda 2030

Im Rahmen des Einzelprojekts werden die SDGs 4 (Hochwertige Bildung), 6 (Sauberes Wasser), 13 (Klimaschutz) und 15 (Leben an Land) angegangen. Das innovative Konzept verbindet „Earth System Science“ mit transdisziplinärer Forschung, um gemeinsam mit Praxisakteuren vor Ort an Lösungen zu arbeiten. Die Justus-Liebig-Universität Gießen spielt hierbei eine Schlüsselrolle in der internationalen Zusammenarbeit, die auf eine nachhaltige Entwicklungsagenda abzielt, wie daada.de betont.

Diese Projektpartnerschaften sind nicht nur ein Zeichen für das Engagement der deutschen Hochschulen in der Welt, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft für die betroffenen Regionen im Südkaukasus.