Benjamin Schwibs, ein 18-jähriger Freiwilliger, ist seit September 2025 Teil des ThEFI-Teams an der Technischen Universität Ilmenau. Diese Entscheidung ist nicht nur Ausdruck seines Interesses, sondern auch das Resultat seiner Teilnahme am Freiwilligen Jahr in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit (FJN), welches ihm eine praxisnahe Einführung in die Welt der Wissenschaft bietet. Anfänglich in die deutsche Bildungslandschaft als Freiwilligenangebot gegründet, hat das FJN seine Wurzeln in kreativen Projekten, die es ermöglichen, junger Energie und Neugier eine Plattform zu geben.
Der Weg von Schwibs, der sein Abitur am Georg-Cantor-Gymnasium in Halle abgeschlossen hat, scheint vielversprechend. Anstatt direkt zu studieren, entschied er sich für das FJN und kann nun praktische Erfahrungen sammeln, die ihm in einer zukünftigen akademischen oder beruflichen Laufbahn von Nutzen sein werden. Dabei arbeitet er unter der fachlichen Anleitung von Prof. Dirk Westermann am ThEFI, wo er spannende Einblicke in die Energiewende erhält.
Einblick in die Tätigkeiten
Schwibs hat bereits mehrere Stationen seines FJN durchlaufen. In seiner ersten Station im Fachgebiet Elektrische Energieversorgung analysierte er das Ladeverhalten von Elektrofahrzeugen am Ladepark MIGRO. Diese Tätigkeit setzte sich mit dem Alterungsverhalten organischer Photovoltaik-Module auseinander, ein Thema, das in der aktuellen Zeit der nachhaltigen Energien stark an Relevanz gewinnt. Neben diesen praktischen Arbeiten führt er auch Messungen im Solarfeld durch und modelliert elektrische Energiesysteme im Echtzeit-Control Center (DGCC).
Ein weiterer spannender Aspekt seiner Arbeit ist die Entwicklung von Konzepten zur anschaulichen Vermittlung komplexer Themen rund um die Energiewende, oft mithilfe virtueller Energiesysteme. Hierbei geht es darum, Wissen verständlich und anschaulich aufzubereiten, was eine der großen Herausforderungen in der heutigen Wissenschaftskommunikation darstellt.
Die Rolle des FJN
Das Freiwillige Jahr in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit bietet viele Möglichkeiten für junge Erwachsene. Laut den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) wird das FJN durch verschiedene Institutionen unterstützt, darunter auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das bereits seit 2012 Freiwillige an seinem Standort in Neustrelitz beschäftigt. Diese Plattform ermöglicht es den Freiwilligen, sich in einem naturwissenschaftlich-technischen Umfeld zu engagieren und ihre Ideen einzubringen.
Die Teilnehmer des FJN profitieren nicht nur von praktischen Erfahrungen, sondern auch von Bildungsseminaren, die ihre Wissens- und Kompetenzentwicklung unterstützen. Dieses Engagement im MINT-Bereich öffnet Türen zu Studienrichtungen im naturwissenschaftlichen oder technischen Sektor und fördert gleichzeitig das Bewusstsein und Verständnis für Umwelt- und Klimaschutz.
Das FJN hat sich somit als wertvolle Brücke zwischen Schule und Hochschule etabliert, die es jungen Menschen ermöglicht, ihrer Neugier nachzugehen und ihre Talente zu entfalten. Benjamin Schwibs ist ein leuchtendes Beispiel für die Möglichkeiten, die ein solches Jahr bietet – nicht nur für die eigene Entwicklung, sondern auch für die Gesellschaft, die von neuen Ideen und frischer Perspektive profitiert.