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Professor Hartmut Weule, ein prägender Wissenschaftler und Vordenker, ist am 19. März 2026 im Alter von 85 Jahren verstorben. Sein Tod hinterlässt eine spürbare Lücke in der Welt der Produktionstechnik und in der akademischen Gemeinschaft. Der gebürtige Bitterfelder, der am 1. Oktober 1940 das Licht der Welt erblickte, hinterlässt nicht nur ein Erbe an innovativen Ideen, sondern auch zahllose Nachfolger, die von seiner Vision geprägt wurden.

Von der Industrie zur Hochschullandschaft

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Weule begann seine Karriere im Maschinenbau an der Technischen Universität Braunschweig und promovierte schließlich über digitale hydraulische Positionierantriebe. 1973 trat er in die Daimler-Benz AG ein, wo er maßgeblich zur Automatisierung von Prozessen und zur Entwicklung von Industrierobotern beitrug. Diese Erfahrungen brachten ihn 1982 an die Universität Karlsruhe (TH), wo er den Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen und Betriebstechnik übernahm. Unter seiner Leitung entwickelte sich das heute als wbk bekannte Institut zu einem Zentrum für Produktionstechnik, das sowohl nationale als auch internationale Maßstäbe setzte.

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Ein zentrales Anliegen Weules war die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Sein industrienahes Ausbildungskonzept brachte frischen Wind in die ingenieurwissenschaftliche Lehre und ermöglichte Studierenden, praxisnahe Erfahrungen zu sammeln. Weule war sich der Bedeutung internationaler Zusammenarbeit bewusst und setzte sich aktiv für die Schaffung englischsprachiger Studienprogramme ein, die am International Department des KIT implementiert wurden.

Impulse für die Zukunft

Professor Weule war nicht nur ein Innovator in der Automobilproduktion, sondern auch eine Schlüsselfigur in der Schnittstelle von Wissenschaft, Industrie und Politik. Sein Engagement ging über die reine Lehre hinaus; er betätigte sich in gesellschafts- und forschungspolitischen Fragen, um Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu finden. So trieb er während seiner Zeit als Vorstand für Forschung und Technik bei Daimler-Benz die internationale Ausrichtung der Forschung voran und blieb auch nach seiner Emeritierung eng mit dem wbk verbunden.

Sein Wirken fand nicht nur in der Hochschule Anerkennung; 2006 wurde er zum Ehrenbürger der Universität Karlsruhe (TH) ernannt. Außerdem wurde ihm das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland verliehen, was seine Verdienste für die Branche und die Wissenschaft weiter unterstreicht.

Das ANDENKEN

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das wbk werden Weules Vermächtnis in Erinnerung halten. Beide Institutionen haben sich verpflichtet, ihm ein ehrendes Andenken zu bewahren, und zeigen damit, welch zentrale Rolle er in ihrer Entwicklung gespielt hat. Mit seinem unermüdlichen Einsatz hat Hartmut Weule einen wichtigen Grundstein für die Zukunft gelegt, dessen Wert über die Jahre hinweg bestehen bleibt.

Die Gemeinschaft, die er beeinflusst hat, wird weiterhin von seinem Geist der Innovation und Zusammenarbeit geprägt sein. Mehr Informationen über sein Leben und Werk finden Sie in den Beiträgen von KIT und wbk.