Am 2. März 2026 wird an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (WFI) ein bedeutender Erfolg gefeiert: Die Fakultät hat die AACSB-Akkreditierung erhalten, welche als Goldstandard für Business Schools gilt. Dekan Prof. Dr. Thomas Mählmann beschreibt diesen Schritt als einen Meilenstein in der Entwicklung der WFI und würdigt die Relevanz dieser Akkreditierung in einer weltweit umkämpften Bildungslandschaft.

AACSB, gegründet 1916 in St. Louis, USA, zählt zu den ältesten und angesehensten Akkreditierungsorganisationen für Business Schools. Nur etwa sechs Prozent der Hochschulen weltweit dürfen das AACSB-Logo tragen. Die WFI reiht sich nun in ein erlesenes Netzwerk von rund 1000 akkreditierten Einrichtungen in über 100 Ländern ein. Diese internationale Vernetzung eröffnet neue Möglichkeiten für Double-Degree-Studiengänge, Austauschprogramme und Forschungskooperationen.

Bedeutung der Akkreditierung

Die AACSB-Akkreditierung steht nicht nur für Prestige, sondern auch für konkrete Vorteile. Studiendekan Prof. Dr. Reinald Koch verdeutlicht, dass Absolventen dieser Fakultät nun über einen Wettbewerbsvorteil verfügen, da Arbeitgeber die AACSB-Akkreditierung als Qualitätssiegel anerkennen. Es wird erwartet, dass diese Auszeichnung nicht nur das Ansehen der Fakultät stärkt, sondern auch den Karriereweg der Studierenden positiv beeinflusst.

Das Verfahren zur Erlangung der Akkreditierung war langwierig und umfasste eine mehrjährige Begleitung durch einen AACSB-Mentor sowie einen Peer-Review-Prozess. Prof. Dr. Shashi Matta, der Projektleiter der Akkreditierung, spricht mit Stolz von diesem erreichten Meilenstein. Die Akkreditierung ist jedoch kein einmaliges Ereignis. Alle sechs Jahre müssen akkreditierte Institutionen nachweisen, dass sie kontinuierliche Verbesserungen in Bezug auf die Qualität von Lehre und Forschung umsetzen.

Qualitätsstandards und Aufsicht

Um die AACSB-Akkreditierung zu erhalten, müssen Hochschulen neun sogenannte Qualitätsstandards erfüllen. Diese Standards beinhalten unter anderem die Bereiche strategisches Management und Innovation, Lernerfolg, Gedankengeberrolle, Engagement sowie gesellschaftliche Auswirkungen. Die Verpflichtung zur Qualität gilt nicht nur für die Fakultät, sondern für alle angebotenen Studiengänge und Abschlüsse. Die WFI hat sich verpflichtet, verantwortungsbewusste Persönlichkeiten mit globaler Perspektive auszubilden, und wird durch ein neu gebildetes Advisory Board unterstützt, das aus Unternehmensvertretern und Alumni besteht.

Die Präsidentin der KU, Prof. Dr. Gabriele Gien, gratulierte herzlich zur Akkreditierung und hob die besondere Ausrichtung der Universität auf das Gemeinwohl hervor. In einer Zeit, in der Bildung immer internationaler wird, ist die Entscheidung für die AACSB-Akkreditierung ein strategischer Schritt zur internationalen Ausrichtung der WFI.

Insgesamt zeigt sich, dass die AACSB-Akkreditierung nicht nur ein Prestigeobjekt ist, sondern auch konkrete Vorteile für Studierende und die Fakultät selbst mit sich bringt. Sowohl die WFI als auch die akkreditierten Einrichtungen wie die ESB Business School beweisen, dass sie bereit sind, sich den Herausforderungen der globalen Bildungslandschaft zu stellen. Damit könnten die Absolventen nicht nur als Fachkräfte, sondern auch als verantwortungsvolle Akteure in einer zunehmend komplexen Welt geschätzt werden.