Die aufregende Welt der Biotechnologie eröffnet uns immer neue Wege, um das Menschliche besser zu verstehen und zu heilen. Einer der innovativsten Köpfe in diesem Bereich ist Professor Thomas Schlichthärle von der Technischen Universität München, der mithilfe künstlicher Intelligenz faszinierende Nanomaschinen entwickelt. Diese Proteine sind nicht nur neuartig, sondern existieren in der Natur so bisher nicht. Schlichthärle ist ein Meister im De-novo-Proteindesign, bei dem Proteinsequenzen aus Aminosäuren ganz neu entworfen werden.
Aber wozu das Ganze? Die von Schlichthärle entwickelten Proteine falten sich in spezifische 3D-Strukturen und fungieren wie kleine Werkzeuge im Körper. So werden sie in der Organoid-Forschung eingesetzt, wo sie helfen, Stammzellen gezielt in Herz-, Nieren- oder Pankreaszellen zu verwandeln. Organoide, die aus menschlichen Zellen hergestellt werden, sind entscheidend für die Untersuchung von Krankheiten und das Testen von Medikamenten. Das gibt der Forschung einen echten Schub in die richtige Richtung, um neue Therapien zu entwickeln, die auf den individuellen Patienten zugeschnitten sind.
Neotrophin und sein Potenzial
Ein besonderer Fokus liegt auf einem neu entwickelten Protein namens „Neotrophin“. Dieses Protein hat die Fähigkeit, an den TrkA-Rezeptor in spezialisierten Nervenzellen zu binden. Für den praktischen Einsatz könnte „Neotrophin“ als Wachstumsfaktor zur Regeneration von Nervenzellen im peripheren Nervensystem dienen, ohne dabei Schmerzen auszulösen. Schlichthärle hebt hervor, dass es entscheidend ist, die molekularen Mechanismen zu verstehen, um die Signalpfade in Zellen gezielt kontrollieren zu können. Ein Start-up aus Seattle plant nun, „Neotrophin“ gemeinsam mit ihm weiterzuentwickeln und auf den Markt zu bringen.
Die Rolle der Organoid-Forschung
Doch was genau hat es mit den Organoiden auf sich? In der Organoid-Forschung wagen Wissenschaftler, wie die Gruppe unter der Leitung von Frenz-Wiessner, den nächsten Schritt zur Generierung komplexer Gewebe. Studien zeigen, dass Organoide aus menschlichen induzierten pluripotenten Stammzellen vielversprechend sind. Diese Entwicklungen tragen dazu bei, dass zukünftige Therapien nicht nur wirksamer, sondern auch sicherer werden. Ein herausragendes Beispiel ist die Arbeit zu mikrofluidischen Plattformen, die organoidbasierte Modelle nutzen, um therapeutische Ansätze zu testen.
Das Verständnis für die Bedeutung dieser Technologien wird auch durch Forscher wie Prof. Ulber von der RPTU gestärkt. Schon seit zweckdienlichen 20 Jahren forscht er zu grünem Wasserstoff und sieht die Notwendigkeit, die Grundlagenforschung in praktische Anwendungen zu überführen. Diese Verbindung von Theorie und Praxis ist auch für die Biotechnologie entscheidend, um Fortschritte zu erzielen.
Insgesamt ist die dramatische Entwicklung in der Biotechnologie ein schönes Beispiel dafür, wie Grundlagenforschung und industrielle Anwendung Hand in Hand gehen müssen. Thomas Reith von Boehringer Ingelheim führt aus, dass alle Teile des Puzzles vorhanden sind. Nun kommt es darauf an, diese Teile zusammenzufügen, um voller Potenzial zu schöpfen und innovative Therapien zu liefern.
Mit jedem neuen Protein und jeder neuen Technologie kommen wir der Lösung einiger der drängendsten Herausforderungen in der Medizin näher. Es bleibt spannend, was die Forschung in der Zukunft noch bereithält!