Im RUB Makerspace fand vom 10. bis 12. März 2026 ein bemerkenswertes Treffen der Forschenden der europäischen Hochschulallianz UNIC statt. Die Veranstaltung versammelte Teilnehmende aus zehn Partneruniversitäten, darunter die Ruhr-Universität Bochum, um neue Kooperationen und gemeinsame Projektideen für zukünftige Forschungsprojekte zu entwickeln. Die Zusammenkunft stärkt nicht nur die Vernetzung innerhalb der UNIC-Allianz, sondern legt auch den Grundstein für engere Forschungskooperationen.
Der Prorektor der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Achim von Keudell, betonte, wie wichtig der persönliche Austausch für europäische Forschungskooperationen ist. Eröffnet wurde das Treffen durch die UNIC Research Support Expert Group, die über die Struktur der Forschungsunterstützung diskutierte und die Herausforderungen bei internationalen Förderanträgen sowie Möglichkeiten zur Zusammenarbeit erörterte.
Vielfalt der Expertise
In den darauffolgenden Tagen wurden in Workshops neue Projektideen entwickelt. Dabei kamen spannende Formate wie Speed-Networking, thematische Mapping-Übungen und Gruppenarbeit zum Einsatz. Hierbei hob Prof. Dr. Semiha Denktas, die Gesamtkoordinatorin der UNIC-Allianz, die Vielfalt der Expertise als eine der Stärken der Allianz hervor. Die Veranstaltung zeigte auf, wie wichtig es ist, gemeinsame Interessen und Kompetenzen zu identifizieren.
Die UNIC-Allianz selbst wurde ins Leben gerufen, um die Herausforderungen post-industrieller Städte gemeinsam zu bewältigen. Mit Partneruniversitäten wie der Erasmus Universität Rotterdam, der University College Cork und weiteren Institutionen aus Portugal, Finnland, Kroatien und Belgien, zielt die Allianz darauf ab, kreative junge Europäer*innen zu vernetzen und interdisziplinäre Diskussionen anzuregen. Darüber hinaus fördert UNIC internationale Mobilitätsprogramme und virtuelle Kooperationen, was den Studierenden zugutekommt, die so selbst aktiv in ihren Bildungsprozessen mitwirken können.
Ein Netzwerk für gesellschaftliche Veränderungen
UNIC ist Teil der von der EU geförderten European University Initiative, die insgesamt 41 Hochschulallianzen umfasst. Ziel dieser Initiative ist es, die Rahmenbedingungen für die transnationale Zusammenarbeit in der Bildung zu verbessern. Eine erfolgreiche Bewertung könnte für UNIC bedeutende Finanzmittel im Rahmen des Erasmus+ Programms für den Zeitraum 2021-2027 zur Folge haben, was die Entwicklung gemeinsamer europäischer Campus und innovativer Lernformate weiter voranbringen würde.
Durch geplante Maßnahmen wie Joint Degrees, den virtuellen inter-universitären Campus und die Superdiversity Academy sollen Studierende dazu befähigt werden, als Change-Leader zu agieren. Besonders die CityLabs, die als physische und virtuelle Plattformen fungieren, bieten die Möglichkeit, Herausforderungen des post-industriellen Wandels gemeinsam anzugehen.
Die UNIC-Allianz sowie die Initiative „Europäische Hochschulen“ tragen entscheidend dazu bei, eine integrierte Strategie für Bildung, Forschung und Innovation in Europa zu entwickeln. Mit einem Budget von 145,6 Millionen Euro für die Erasmus+ Ausschreibung 2026 soll auch die Zahl der Hochschulallianzen bis Mitte 2024 auf 60 erhöht werden, um noch mehr Studierende und Hochschulen in diesen dynamischen Prozess einzubeziehen.