Ein neues Kapitel beginnt für das Exzellenzcluster QuantumFrontiers an der Technischen Universität Braunschweig. Am 10. April 2026 übernahm Professorin Stefanie Kroker die Sprecherschaft von ihrem Vorgänger, Professor Andreas Waag. Diese Wechselmarkierung fällt genau zu Beginn der zweiten, siebenjährigen Förderphase des Clusters, das im Januar ins neue Förderjahr gestartet ist. In dieser Zeit soll die Forschung in der Metrologie gezielt vorangebracht werden, und Kroker hat sich einiges vorgenommen.

„Vertrauen ist der Schlüssel in der Führungsstruktur wissenschaftlicher Verbünde“, erklärt Kroker. Sie wird mit Waag zusammenarbeiten, um die Entwicklung des Forschungsschwerpunkts Metrologie zu stärken und eine optimale Zusammenarbeit in standortübergreifenden Verbünden zu gewährleisten. Dies ist besonders wichtig, da die Grundlagenforschung langfristige Planung über das Jahr 2032 hinaus fordert. Kroker, die kürzlich mit einem ERC Consolidator Grant ausgezeichnet wurde, erwartet, dass ihre neue Rolle die Synergien zwischen integrierter Photonik, Metamaterialien und Quantenoptik weiter fördert.

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Neue Impulse und Forschungsgruppen

Im Rahmen dieser Neuausrichtung plant Krokers Team, neue Themen zu etablieren und frische Perspektiven durch neu berufene Kolleginnen und Kollegen in den Arbeitsgruppen einzubringen. Zu den wichtigen Neuzugängen im Exzellenzcluster zählen unter anderem:

  • Alexander von Humboldt-Professor Daniel Prades, der sich mit „Ubiquitous Metrology“ beschäftigt.
  • Oleksandr Dobrovolskiy, der in der Elektrotechnik auf Supraleiter spezialisiert ist.
  • Farsane Tabataba-Vakili, Juniorprofessorin für Quantenmaterialien mit Emmy-Noether-Förderung.

Ein wesentlicher Aspekt von Krokers Plänen ist die Integration von Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fakultäten, insbesondere in dem Bereich „Sharing Science“. Dies fördert den interdisziplinären Austausch und stärkt die Zusammenarbeit.

Andreas Waag hebt hervor, dass neben der Krokers neuen Aufgaben auch eine Neuverteilung der Führungsrollen in verschiedenen Forschungsverbünden, wie dem Quantum Valley Lower Saxony (QVLS) und dem Nitride Technology Center (NTC), erfolgen soll. Dies wird helfen, die strategischen Ziele des Clusters zu erreichen und die Forschungsanstrengungen effektiver zu koordinieren.

Die Vision für die Zukunft

Das Exzellenzcluster QuantumFrontiers, das seit seiner Gründung im Jahr 2019 bedeutende Fortschritte im Bereich der Quantenmetrologie erzielt hat, ist gut aufgestellt für die kommenden Herausforderungen. Mit einer modernen Infrastruktur und einem interdisziplinären Netzwerk, das Physiker, Ingenieure und Sozialwissenschaftler vereint, sind die Voraussetzungen für wegweisende Innovationen gegeben.

In den nächsten Jahren sollen Konzepte zur Kontrolle von Licht und Materie weiter entwickelt werden, um spezielle Quanten-Eigenschaften für die Metrologie nutzbar zu machen. Die Arbeit an Atominterferometern, optischen Uhren und der nächsten Generation von Gravitationswellendetektoren wird vorangetrieben. Diese Systeme könnten nicht nur neue Erkenntnisse über dunkle Energie und dunkle Materie liefern, sondern auch präzisere Erdbeobachtungen ermöglichen, die wichtig für die Umweltforschung sind. Die Integration von Nanotechnologie wird die Entwicklung robuster Quanten-Sensoren für verschiedene praktische Anwendungen unterstützen, sogar im Weltraum.

Wie die weiteren Fortschritte bei QuantumFrontiers zeigen werden, bleibt das Cluster ein dynamisches und globales Zentrum der Quantenforschung in der Region Hannover-Braunschweig.