Am 5. März 2026 wird der Chemnitzer Friedenstag mit einem besonderen Gedenken an die verheerenden Bombardierungen von Chemnitz vor genau 81 Jahren begangen. Im Zweiten Weltkrieg bombardierten britische und amerikanische Bomber die Stadt, und innerhalb von nur 31 Minuten wurde etwa 80% der Innenstadt zerstört, was zu rund 2.100 Todesopfern führte. Rund 700 Flugzeuge waren an diesem tragischen Ereignis beteiligt. Anlässlich des Gedenktages steht 2026 das Motto „Friedenstüchtig bleiben“ im Mittelpunkt, um die lange Schattenseite der Geschichte in das Bewusstsein der Bürger zu rücken.
Die Luftangriffe, gestartet am 5. März 1945, sind nicht nur ein schmerzhaftes Kapitel für Chemnitz, sondern zeigen auch die brutalen Dimensionen des Krieges in Deutschland auf. Laut der Wikipedia waren solche strategische Bombardierungen eine Antwort auf die Aggression Nazi-Deutschlands in Europa, mit dem Ziel zivile Infrastruktur und Kriegsindustrie zu zerstören sowie die Bevölkerung zu demotivieren. Diese Angriffe hinterließen in vielen Städten, wie auch in Chemnitz, eine Spur der Zerstörung und menschlichen Tragödie.
Vielfältige Gedenkaktivitäten
Um an diese dunkle Zeit zu erinnern und die Bedeutung des Friedens zu verdeutlichen, sind verschiedene Veranstaltungen für den Friedenstag geplant. Am 5. März um 17:30 Uhr findet eine Laufaktion statt, bei der die Teilnehmer auf dem Stadtplan eine Kerzenform zeichnen sollen. Zudem wird die Universitätsbibliothek der TU Chemnitz mit einem Büchertisch zum Thema „Frieden“ und einer Pinnwand-Umfrage aktiv sein.
Ein weiteres Highlight ist die Taizéandacht, die um 16:30 Uhr in der St. Petrikirche beginnt, gefolgt von einem Friedensweg, der zum Chemnitzer Neumarkt führt. Diese Veranstaltungen fördern nicht nur das gemeinschaftliche Gedenken, sondern auch das Bewusstsein für den Frieden in der heutigen Zeit.
Die Stimmen der Zeitzeugen
Bei den Vorbereitungen für den Friedenstag wird auch die Sammlung persönlicher Geschichten von Chemnitzer Kriegskindern, die während und nach den Bombardierungen lebten, in den Vordergrund gerückt. Diese Erzählungen bieten einen wertvollen Einblick in die Erlebnisse der damaligen Zeit, von Flüchtlingsströmen bis hin zu den Herausforderungen des Kriegsendes, wie Armut und Hunger. Die Stadt Chemnitz unterstreicht die Wichtigkeit, diese Erinnerungen festzuhalten, da immer weniger Menschen mit eigenen Erinnerungen an diese Ereignisse leben.
Ein Gedenkstein im Innenhof der TU Chemnitz erinnert zudem an die Deportation jüdischer Bürger zwischen 1942 und 1945 und lässt die Diskrepanz zwischen damals und heute lebendig werden. Es zeigt sich, dass der Friedenstag nicht nur eine jährliche Gedenkveranstaltung ist, sondern auch ein anhaltender Appell für ein friedvolles Miteinander in der Gegenwart und Zukunft.