Im Zuge der internationalen akademischen Zusammenarbeit hat die Technische Universität Chemnitz (TUC) einen weiteren Meilenstein gesetzt. TUC berichtet, dass Prof. Dr. Cecile Sandten als DAAD-Gastprofessorin im Frühjahr 2026 in Indien tätig war. Ihre Aufenthalte fanden an angesehenen Hochschulen statt, darunter das American College in Madurai und das Indian Institute of Technology Bhilai (IIT Bhilai). Die Themen ihrer Lehrveranstaltungen reichten von englischsprachiger indischer Literatur über Cultural Studies bis hin zu „Literary Urban Studies“.

In Madurai führte Sandten ein Masterseminar zur indischen englischsprachigen Literatur durch und veranstaltete einen Workshop im Bereich „Creative Writing“. Besonders spannend war ihr öffentlicher Vortrag mit dem Titel „Palimpsestic Spaces: Urban Erasure, Resistance, and Literature as Counter-Archive“, der auf reges Interesse stieß. In Bhilai führte sie Seminare zur „City in Literature“ und organisierte ein Doktorandenkolloquium, das unter anderem auch einen „Cultural Studies Certificate Workshop“ beinhaltete. Dieser war offen für internationale Bewerber und beinhaltete eine Exkursion zur Bhilai Steel Plant.

Intensivierung der Forschungskooperationen

Die Aufenthalte von Prof. Sandten in Indien waren jedoch nicht nur lehrreicher Natur, sondern auch darauf ausgerichtet, bestehende Forschungskooperationen zu intensivieren und neue Projekte anzustoßen. Ein internationales Buchprojekt zur Einführung in die „Literary Urban Studies“ mit einem besonderen Fokus auf den südasiatischen Raum wurde in Vorbereitung genommen. Des Weiteren ist eine trilaterale Lehrkooperation zwischen der TUC, dem American College in Madurai und der Constantine the Philosopher University in Nitra geplant. Im kommenden Wintersemester 2026/27 soll ein digitales internationales Lehrformat (COIL) implementiert werden.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass drei Doktorandinnen vom IIT Bhilai im Frühjahr 2026 für drei Monate an die TUC kommen werden. Dieses Austauschprogramm zeigt, wie ernsthaft die Universität in Chemnitz die internationalen Verbindungen lebt und pflegt.

Das Gastdozentenprogramm des DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Das DAAD-Gastdozentenprogramm fördert seit 20 Jahren die Lehrtätigkeit ausländischer Hochschullehrer an deutschen Hochschulen. Dies kommt nicht nur Studierenden in Deutschland zugute, die internationale Erfahrungen sammeln können. Es stärkt auch die internationale Sichtbarkeit der Hochschulen und unterstützt Auslandsbezüge in Studiengängen.

Ein Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung dieses Programms ist Nilufer Bharucha, eine Spezialistin für englischsprachige indische Literatur. Sie kam über das DAAD-Gastdozentenprogramm nach Deutschland und hat seit über zwei Jahrzehnten enge Kontakte zu verschiedenen deutschen Universitäten geknüpft. Ihr Engagement hat dazu beigetragen, eine Vielzahl von Austauschprogrammen zu etablieren, die den wissenschaftlichen Dialog zwischen Indien und Deutschland fördern.

Die Begegnungen und Kooperationen, die durch diese Programme entstehen, tragen zur Vertiefung der akademischen Verbindungen zwischen Deutschland und Indien bei und bieten sowohl Studierenden als auch Wissenschaftlern neue Perspektiven und Chancen.