Am 26. Februar 2026 fand im Stadtlabor der Technischen Universität Chemnitz ein Vernetzungstreffen statt, das Wissenschaft, Praxis und Politik zusammenbrachte. Diese Veranstaltung, an der unter anderem der sächsische Landtagspräsident Alexander Dierks teilnahm, stellte einen Dialog über die Förderung von Innovationen und deren Anwendungen in der Stadtgesellschaft dar. Das Stadtlabor, das seit 2019 aus Projektmitteln finanziert wird, hat mit über 120 öffentlichen Veranstaltungen gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen Forschenden, Praktikern aus der Maker-Szene und interessierten Bürger:innen ist.
Im Zentrum der Diskussion stand die Rolle von niedrigschwelligen Innovationsräumen. Dierks hob hervor, dass offene Werkstätten als demokratische Ressource fungieren und sozialen Zusammenhalt fördern können. Dies ist insbesondere wichtig für die Fachkräftegewinnung in der Region. Wissenschaftler wie Prof. Dr. Thomas von Unwerth und Jun.-Prof. Dr. Andreas Bischof präsentierten neue Ansätze für den Transfer, die auch gesellschaftliche Dimensionen berücksichtigen.
Die Rolle des Stadtlabors in der Wissensvermittlung
Das Stadtlabor gilt als beispielhaft für neue Konzepte des Wissenstransfers, da es Alltagsfragen anspricht und Menschen unabhängig von ihrer Vorkenntnis einbindet. So wird ein vertrauensvoller Raum geschaffen, der Bürger:innen zur aktiven Teilnahme einlädt und Ängste vor Kritik abbaut. In einer entspannenden Atmosphäre mit Kaffee und Kuchen wird die Verbindung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gestärkt, was für ein lebendiges Miteinander sorgt.
Die Veranstaltung zeigte außerdem die Wichtigkeit der neuen Kooperationsformen zwischen Universitäten, Kommunen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der Industrie. Dierks betonte die Notwendigkeit von strukturellen Unterstützungen, um die Wirksamkeit solcher Initiativen zu sichern. Die nächste Schritte umfassen die Bündelung der Bedarfe und Erfolge von Maker-Hubs sowie Gespräche mit relevanten Partnern und Förderstellen.
Innovationen für die Gesellschaft
Die Entwicklungen im Stadtlabor sind Teil eines größeren Trends, der die Bedeutung des Transfers von Wissenschaft in die Praxis unterstreicht. Ein umfassendes Innovationsökosystem ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen und die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Die Bundesinitiative zur Förderung von Transfermaßnahmen zeigt, wie wichtig diese Verknüpfungen für den Wohlstand in Deutschland sind. Maßnahmen wie SPRIND, Transferbrücken und Innovationsökosysteme zielen darauf ab, Forschungsergebnisse in der praktischen Anwendung zu verankern und damit grundlegende Veränderungen in der Gesellschaft zu bewirken.
Zusätzlich wurde am Vernetzungstreffen auch über spezifische Forschungsprojekte wie das Sagres-Projekt gesprochen, das sich mit Gewalt gegen Rettungskräfte befasst. Die präsentierten relevanten Daten verdeutlichen die Notwendigkeit, diese Themen nicht nur theoretisch zu beleuchten, sondern auch mit betroffenen Akteuren in den Dialog zu treten, um effektive Gegenmaßnahmen zu entwickeln.
Für weitere Informationen steht Jun.-Prof. Dr. Andreas Bischof von der TU Chemnitz zur Verfügung: Tel. +49 (0)371 531-32515, E-Mail andreas.bischof@hsw.tu-chemnitz.de.
Die Ergebnisse der Diskussionen im Stadtlabor zeigen klar, dass der Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft nicht nur wünschenswert, sondern notwendig ist, um die Herausforderungen von morgen anzugehen. Das Stadtlabor hat sich dabei als wertvoller Ort für diesen Austausch etabliert, der auch in Zukunft einen aktiven Beitrag zur Vernetzung von Universität und Stadtgesellschaft leisten wird.