Die Akademische Landschaft für Promovierende in Deutschland hat sich seit der Exzellenzinitiative vor 20 Jahren gewaltig gewandelt. Dies wird in der neuesten Folge des Podcasts „Think.Try.Transform.“ des Ruhr Innovation Lab eindrucksvoll beleuchtet. In der vierten Episode sprechen Dr. Christiane Wüllner von der RUB Research School und Prof. Doris Reiter von der Dortmund Graduate School of Physics über die zahlreichen Programme und Angebote, die Promovierende heute nutzen können.
Ein zentrales Thema ist der Austausch zwischen Doktorand*innen, der durch neue Strukturen und Möglichkeiten enorm gefördert wird. Die Gäste heben hervor, wie wichtig die Vernetzung ist, um Mittel für eigene Veranstaltungen zu beantragen und Auslandserfahrungen zu sammeln. Zudem wird die Rolle der Promovierenden als Gutachtende oder Peer Reviewer thematisiert, was eine wertvolle Erfahrung in der Karriereentwicklung darstellt.
Plattformen für Frühkarrierwissenschaftler*innen
Die Gründung der Research Academy ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Diese Plattform vereint die TU Dortmund, die Ruhr-Universität Bochum und die Universität Duisburg-Essen und hat das Ziel, Early Career Researchers (ECR) zu unterstützen. Promovierende und Postdocs können sich hier über verschiedene Fördermöglichkeiten und Programme austauschen, die optimal auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.
An der Goethe-Universität Frankfurt beispielsweise erhalten Promovierende und promovierte Wissenschaftler*innen eine bedarfsgerechte Förderung als Wissenschaftler*innen in der frühen Berufsphase. Diese Unterstützung erstreckt sich über verschiedene Karrierewege und soll optimale Bedingungen für die Eigenverantwortung und Weiterentwicklung schaffen. Ein breites Spektrum an Angeboten, die auf die individuellen Fragen und Bedürfnisse der ECR eingehen, wird durch die Goethe Research Academy for Early Career Researchers (GRADE) bereitgestellt.
Fördermöglichkeiten im Überblick
Ein Augenmerk auf die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten ist für viele Doktorand*innen von großer Bedeutung. An den Universitäten werden den Promovierenden zahlreiche Programme angeboten, die speziell auf ihren aktuellen Stand in der Qualifikationsphase zugeschnitten sind.
- Unterstützung für Promovierende (R1)
- Postdocs (R2)
- Eigenständig forschende Postdocs (R3)
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) informiert ebenfalls über vielfältige Fördermöglichkeiten im Bereich der frühen Karriere. Auf ihrer Website finden Interessierte umfassende Informationen und nützliche Links zu weiteren Unterstützungsangeboten, die gezielt auf die Entwicklung von Nachwuchswissenschaftler*innen ausgerichtet sind. Verschiedenste Optionen stehen zur Verfügung, um die Karrierewege der ECR effektiv zu gestalten.
Diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig es ist, Promovierende während ihrer Ausbildung umfassend zu unterstützen und sie auf die Herausforderungen des akademischen Berufslebens optimal vorzubereiten. Der Austausch von Ideen und Erfahrungen ist dabei essenziell und trägt zur Stärkung der gesamten Wissenschaftslandschaft in Deutschland bei.



