Die Technische Universität München (TUM) setzt ein weiteres Mal Akzente in der internationalen Zusammenarbeit. Nur einige Tage nach dem 130. Jubiläum der Shanghai Jiao Tong University (SJTU) hat TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann eine erweiterte Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Diese Initiative ist Teil der Exzellenzstrategie TUM AGENDA 2030+ und betont die wichtige Rolle der Forschung und Bildung in einer zunehmend vernetzten Welt.
Was sind die Schwerpunkte dieser Zusammenarbeit? Im Fokus stehen innovative Bereiche wie Drohnenlieferdienste, Hochleistungsmaterialien, intelligente Fertigungstechnologien und die Gesundheitswissenschaften. Diese Themen sind nicht nur zukunftsorientiert, sondern haben auch das Potenzial, signifikante gesellschaftliche Herausforderungen zu adressieren, wie die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und die Effizienz von Logistiksystemen.
Zusammenarbeit seit 1995
Die Verbindung zwischen der TUM und der SJTU ist keine neue: Seit 1995 arbeiten beide Institutionen erfolgreich zusammen. Die Partnerschaft umfasst nicht nur gemeinsame Forschungsprojekte, sondern bietet auch Austauschprogramme für Studierende und Dozierende. In den letzten zehn Jahren haben mehrere hundert Studierende von beiden Universitäten durch Austauschprogramme und Workshops internationale Erfahrungen gesammelt und ihre interkulturellen Kompetenzen erweitert. SJTU hat sich dabei als die beliebteste Destination in China für TUM-Studierende etabliert.
Eine langjährige Erfolgsgeschichte lässt sich auch in den Zahlen der Professoren ablesen. Fast 60 Lehrende beider Universitäten haben im Rahmen von Austauschprogrammen und gemeinsamen Initiativen voneinander gelernt und ihre Expertise geteilt.
Kommende Highlights
Ein weiterer bedeutender Moment steht an: SJTU wird am TUM Sustainability Day am 29. April 2026 teilnehmen. Dort präsentieren mehrere Professuren aus Shanghai ihre herausragende Forschung in den Bereichen Architektur, Stadtplanung und nachhaltige Entwicklung auf dem TUM Campus in Garching. Dieses Event wird eine Plattform für den Austausch über nachhaltige Lösungen und zukünftige Entwicklungen bieten.
Die gemeinsamen Anstrengungen zeigen nicht nur, dass beide Universitäten bei der Forschung und Lehre gut aufgestellt sind, sondern auch, dass sie eine gemeinsame Verantwortung in Zeiten geopolitischer Spannungen wahrnehmen. TUM-Präsident Hofmann hebt die Wichtigkeit dieser Kooperation hervor und macht deutlich, dass Zusammenarbeit und Austausch in der Wissenschaft unerlässlich sind, um Fortschritt zu erzielen.
Die internationale Forschung und der Austausch zwischen den Universitäten werden also auch weiterhin Katalysatoren für Innovationen und neue Ideen sein. Es bleibt spannend zu sehen, welche neuen Projekte und Erfolge aus dieser Kooperation hervorgehen werden.