Am 5. März 2026 unterzeichneten die Universität Bielefeld und die Gertrud-Bäumer-Realschule eine wegweisende Vereinbarung zur „Kooperation IHK-Schule–Wirtschaft“. Dies ist die erste Kooperation dieser Art für die Hochschule und wird von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld unterstützt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, den Schüler*innen praxisnahe Einblicke in Ausbildungsmöglichkeiten zu geben und sie in ihrer Berufsorientierung tatkräftig zu unterstützen. Der Kanzler der Universität, Dr. Stephan Becker, hebt die Vielfalt der Ausbildungsberufe hervor, die an der Universität angeboten werden.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen ist wichtiger denn je, besonders in einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld. Nicht nur die Schüler*innen der Gertrud-Bäumer-Realschule profitieren von dieser Kooperation, sondern auch die Universität, da sie frühzeitig Kontakt zu potenziellen Auszubildenden knüpfen kann. Ute Horstkötter-Starke, die Geschäftsführerin der IHK, betont die Bedeutung solider Kooperationen, um den Fachkräftemangel aktiv zu bekämpfen und den Schüler*innen eine bessere Entscheidungsgrundlage für ihre berufliche Laufbahn zu bieten.

Vielfältige Möglichkeiten der Kooperation

Kooperationen zwischen Schulen und regionalen Unternehmen können auf verschiedene Arten gestaltet werden. Dazu zählen unter anderem Praxislernen, Schülerbetriebspraktika, Betriebsbesichtigungen sowie die gemeinsame Gestaltung von Unterrichtseinheiten. Ähnliche Partnerschaften gibt es bereits in vielen anderen Regionen, wo sie praktische Erfahrungen und direkte Einblicke in Berufsfelder bieten, die für die Schüler*innen von großem Nutzen sind. Entsprechend ist auch die Gertrud-Bäumer-Realschule in der Lage, ihren Schüler*innen wertvolle Erfahrungen über den Schulunterricht hinaus zu bieten und sie so optimal auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Der Schulleiter der Realschule, Ansgar Leder, zeigte sich zuversichtlich, dass diese Kooperation für die Schüler*innen gewinnbringend sein wird. Die räumliche Nähe zwischen Schule und Universität ermöglicht es den Schüler*innen, direkt in die Abläufe der Ausbildung an der Universität einblicken zu können. So können sie nicht nur von praxisnahen Inhalten profitieren, sondern auch wertvolle Kontakte zu möglichen Arbeitgebern knüpfen.

Herausforderungen und Chancen

Kooperationen wie diese erfordern jedoch auch eine sorgfältige Planung und kontinuierliche Entwicklung. Dabei spielen klare Kommunikation und gemeinsame Zielsetzungen eine zentrale Rolle. Wie auch in der breiteren Bildungsszene, so ist es auch hier entscheidend, dass Schulkooperationen auf verlässlichen Vereinbarungen basieren und durch regelmäßige Austauschformate gestärkt werden. Herausforderungen wie administrative Hürden oder unterschiedliche Erwartungen müssen überwunden werden, um den Erfolg der Kooperation langfristig zu sichern.

Insgesamt bieten solche Partnerschaften ein großes Potenzial für eine praxisnahe und marktorientierte Berufsausbildung. Die Kombination aus schulischer und betrieblicher Ausbildung ist der Schlüssel, um sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen als auch die Karriereaussichten der Schüler*innen nachhaltig zu fördern. Die Vereinbarung zwischen der Universität Bielefeld und der Gertrud-Bäumer-Realschule könnte somit ein richtungsweisendes Modell für künftige Kooperationen in der Region sein.

Für weitere Informationen über die Initiative können Sie die Artikel von Uni Bielefeld, Netzwerk Zukunft und Ausbildungskompass besuchen.