In einer Welt, in der Desinformation sich rasend schnell im digitalen Raum verbreitet, wird der Ruf nach Lösungen immer lauter. Die bevorstehende Veranstaltung, der 24. Bonner Dialog für Cybersicherheit (BDCS), am 26. März 2026, wird genau diesem Thema gewidmet sein. Als zentraler Punkt auf der Agenda steht die Diskussion über die gezielte Verbreitung von Desinformation und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft.

Organisiert von der Universität Bonn und anderen Partnern, wird die Veranstaltung mit einer Keynote von Oberst i.G. Sönke Marahrens eröffnet. Sein Fokus liegt auf sicherheitspolitischen Perspektiven zu Desinformation und hybriden Bedrohungen. „Wir müssen die Kombination aus technischem Wissen, gesellschaftlicher Wahrnehmung und politischer Verantwortung ankurbeln, um effektiv gegen Desinformation vorzugehen“, betont Prof. Dr. Michael Meier, Informatik-Professor an der Universität Bonn und Leiter der Abteilung Cyber Security am Fraunhofer FKIE.

Gesprächsrunde mit Experten

Im Rahmen des Podiumsgesprächs werden führende Expert:innen diskutieren:

  • Dr. Rüdiger Peusquens von Deutsche Telekom Security, der die Perspektive der IT-Sicherheitswirtschaft einbringen wird,
  • Alena Epifanova von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP), die außen- und sicherheitspolitische Sichtweisen präsentiert,
  • Silvia Stöber von CORRECTIV, die ihre journalistische Expertise im Umgang mit Desinformation teilt.

Direkt nach der Keynote haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen, sei es während der Veranstaltung oder im Vorfeld per E-Mail. Diese Interaktivität zielt darauf ab, ein umfassendes Verständnis der Herausforderungen, die durch Fake News und Misinformation entstehen, zu schaffen.

Fünf Tipps zur Vermeidung von Fake News

Prof. Meier gibt wertvolle Ratschläge, um Desinformation im Internet zu erkennen und zu vermeiden:

  1. Überprüfen Sie die Seriosität der veröffentlichten Informationen.
  2. Lesen Sie den gesamten Inhalt, nicht nur die Überschrift.
  3. Suchen Sie nach einer zweiten zuverlässigen Informationsquelle.
  4. Achten Sie auf das Datum, Bilder und den Kontext der Informationen.
  5. Seien Sie kritisch, besonders wenn Inhalte starke Emotionen hervorrufen.

Ohne Zweifel ist das Thema Desinformation nicht nur komplex, sondern auch weitreichend. Ständige Forschung hat gezeigt, dass geringes Vertrauen in politische und mediale Institutionen die Empfänglichkeit für Fake News erhöht. Diese Problematik hat wiederholt zu großen Debatten geführt, insbesondere nach Ereignissen wie der Wahl von Donald Trump 2016 und dem Brexit-Referendum. Die Bundeszentrale für politische Bildung weist darauf hin, dass Fake News oft gezielt von unzuverlässigen Akteuren verbreitet werden.

Die EU hat bereits einige Initiativen ins Leben gerufen, um dieser besorgniserregenden Entwicklung entgegenzuwirken, wie etwa „EU vs. Disinfo“ und das European Digital Media Observatory. Auch die Förderung von Medienkompetenz wird als Schlüsselstrategie angesehen, um den Bürger:innen das nötige Rüstzeug an die Hand zu geben, um kritisch mit Informationen umzugehen.

Die bevorstehende Veranstaltung im März zeigt, wie wichtig es ist, diesen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen. Lassen Sie sich nicht entmutigen; das persönliche Engagement und die Vernetzung von Experten können dazu beitragen, das Vertrauen in seriöse Informationsquellen zu bewahren.