In einer zukunftsweisenden Initiative haben sich insgesamt acht deutsche Universitäten zusammengeschlossen, um die gesellschaftliche Wirkung von Forschung in den Bereichen Geistes-, Gesellschafts- und Bildungswissenschaften sowie Künste zu fördern. Die Pilotinitiative Catalyst GER wurde offiziell am 12. März 2026 gestartet, um Wissenschaftler:innen dabei zu unterstützen, Anwendungsbereiche für ihre Forschung zu identifizieren und langfristige Modelle für gesellschaftlichen Nutzen zu entwickeln.
Zu den beteiligten Institutionen gehören unter anderem die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen. In einer Auftaktveranstaltung im UA Ruhr College for Social Sciences and Humanities gab es eine Podiumsdiskussion, bei der unter anderem die Gründung eines Instituts für Chancenrecht, ein Zentrum für angewandte Pastoralforschung und ein Kooperationsprojekt mit dem Jobcenter Osnabrück diskutiert wurden.
Vielfältige Anwendungsbereiche
Catalyst GER will Forscher:innen motivieren, ihre Erkenntnisse in gesellschaftliche Impulse zu verwandeln. Die möglichen Anwendungsbereiche sind schon jetzt vielfältig: von Weiterbildungs- und Beratungsangeboten über Social Entrepreneurships bis hin zur Mitarbeit in politischen Beratungsgremien. Besonders wichtig ist es, den Transfer in den vorhandenen Strukturen zu verankern, um nachhaltige Effekte zu erzielen.
Ein zentrales Element des Programms sind die „Discover“-Workshops, die speziell für Forschende angeboten werden. In diesen zweistündigen Workshops lernen Teilnehmer:innen, Anwendungsmöglichkeiten ihrer Projekte zu identifizieren und erste Ideen zu entwickeln. Die nächsten Termine sind der 27. März (Deutsch), 21. April (Englisch) und 29. April (Deutsch).
Ausbau der Zusammenarbeit
Zusätzlich zur Ruhr-Universität Bochum sind auch an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel interessante Aktivitäten im Rahmen von Catalyst GER geplant. Hier finden am 13. April 2026 eine Auftaktveranstaltung sowie ein mehrstufiger Prozess mit Workshops und Austauschformaten statt. Diese Initiative zielt darauf ab, neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu etablieren und den Austausch mit Expert:innen aus Politik und Forschungsförderung zu intensivieren. Der Lehrstuhl für Transfer findet hier vielversprechende Unterstützung, um den Rahmen für Transferaktivitäten in den Sozial- und Geisteswissenschaften zu verbessern.
Insgesamt zeigt sich, dass Catalyst GER nicht nur eine Chance für Wissenschaftler:innen bietet, ihre Forschung in die Praxis umzusetzen, sondern auch ein wichtiger Schritt Richtung nachhaltiger und wirkungsvoller gesellschaftlicher Zusammenarbeit ist. Das Thema ist also hoch im Kurs und hält viele Möglichkeiten bereit, die es zu entdecken gilt. Wer sich für die Veranstaltung „Wissen wirkt! Good Practices für Transfer“ interessiert, kann sich auf den 28. Mai freuen, von 12 bis 17 Uhr im College.



